Kategorie: Vorträge

  • Kein Speck mehr im Turm!

    Siebenbürgisch-sächsische Kirchenburgen im Wandel

    Diverse Vortragsorte
    Archiv 2007 – 2014

    Siebenbürgen („Transsilvanien“) bietet weit mehr und authentischeres Kulturgut als den Mythos „Dracula“. Das Land, das nach dem weitgehenden Exodus der „Siebenbürger Sachsen“ einen großen Teil seiner seit fast 800 Jahren dort ansässigen Bevölkerung verloren hat, ist im Umbruch begriffen. Dabei verläuft die Entwicklung in einer ihrer Zentren, Hermannstadt (Sibiu), das 2007 zusammen mit Luxemburg Kulturhauptstadt Europas war, durchaus positiv. Ganz anders sieht es jedoch auf dem Land aus, das durch die Dörfer der Sachsen mit etwa 250 Kirchenburgen charakteristisch geprägt wird. Über die Geschichte und Entwicklung des Landes und der Architektur sowie die gegenwärtigen Veränderungen berichtet der Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Arne Franke, der 2007 sowohl zur Kulturhauptstadt Hermannstadt, als auch zu insgesamt 150 Kirchenburgen jeweils einen kulturgeschichtlichen Reiseführer veröffentlichen konnte.

  • Breslau/Wrocław – Kulturhauptstadt Europas 2016

    Ein architekturgeschichtlicher Spaziergang

    Haus der Heimat, Stuttgart
    Archiv 2016

    Der mit historischem und aktuellem Bildmaterial angereicherte Vortrag  illustriert die bemerkenswertesten Baudenkmäler der schlesischen Metropole, die das wechselhafte Schicksal der europäischen Kulturhauptstadt des Jahres 2016 reflektieren.

    Vorgestellt werden zunächst die Dominsel und der Ring/Rynek, die als mittelalterliche Siedlungskerne mit den Gotteshäusern, dem gotischen Rathaus und den Patrizierhäusern bereits internationales Format erreichen. Der Querschnitt durch die Baugeschichte führt weiter über das barocke Universitätsgebäude mit der „Aula Leopoldina“, die Stadtresidenzen des Adels und die erhaltene Synagoge zu der als Inkunabel der Klassischen Moderne 2006 unter UNESCO-Weltkulturerbeschutz gestellten Jahrhunderthalle/Hala Stulecia sowie der Werkbundsiedlung von 1929. Den Abschluss bietet – im Zusammenhang mit einer neuen Publikation des Referenten – ein Ausblick auf die Adelssitze im Umkreis der Kulturhauptstadt.

  • Ein vergessenes Arkadien

    Schlösser und Parkanlagen der ehemaligen Grafschaft Glatz

    Diverse Vortragsorte
    Archiv 2007 – 2021

    Im Glatzer Land/Kotlina Kłodzka (Polen), durch seine zahlreichen Kurbäder vom frühen 18. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg europaweit als „Gesundbrunnen Deutschlands“ bekannt, befanden sich rund achtzig Schlösser und Herrenhäuser von zum Teil überregionaler Bedeutung.

    Leider ist der Zustand der heute noch erhaltenen Anlagen heute überaus besorgniserregend, viele stehen leer und harren denkmalbewusster Enthusiasten und Investoren. Wie das Beispiel der ebenfalls in Schlesien gelegenen und inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus berühmten Schlösserlandschaft des Hirschberger Tales/Kotlina Jeleniogórska, könnte auch diese ähnlich strukturierte Kulturregion bald wieder zu einer neuen Blüte gelangen.

    Der Vortrag schildert anhand historischem und aktuellem Bildmaterial die Geschichte des Landes und seiner Adelssitze – und zeigt neben traurigen Beispielen für den nach 1945 einsetzenden rapiden Schlösserverfall auch erste Hoffnungszeichen, nachdem erste lokale Initiativen sich um den Erhalt dieses gemeinsamen Kulturerbes von Deutschen und Polen bemühen. So wird beispielsweise seit Sommer 2012 das einstmals den Grafen Herberstein gehörende Schloss Grafenort/Gorzanów restauriert, das zu den bedeutendsten Anlagen des Frühbarocks in Schlesien zählt.

  • Das schlesische Elysium

    Schlösser, Herrenhäuser und Parkanlagen im Hirschberger Tal

    Diverse Vortragsorte
    Archiv 2008 – 2024

    Schlesien, ein Brückenland zwischen West- und Osteuropa, erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei deutschen, polnischen und internationalen Kulturreisenden. Einst als „Land der Schlösser“ bezeichnet, weist es eine ungewöhnlich hohe Dichte an repräsentativen Adelssitzen auf, die sich seit dem 13. Jahrhundert prächtig entwickelten.

    Ein repräsentativer Ausschnitt dieser Kulturlandschaft, gleichzeitig eine der reizvollsten Regionen des Landes, ist das Hirschberger Tal/Kotlina Jeleniogórska. Seine landschaftliche Schönheit, die in der Riesengebirgskette gipfelt, war bereits im 19. Jahrhundert als „Schlesisches Elysium“ weit über die preußischen Grenzen hinaus bekannt. Damals erlebten auch die nahezu vierzig Schlösser und Herrenhäuser eine neue Blüte, drei davon als Sommersitze der preußischen Königsfamilie.

    Mit dem Ende des verhängnisvollen Zweiten Weltkriegs, der Vertreibung der deutschen Bevölkerung und der Neuansiedlung von zumeist ebenso vertriebenen Polen, fiel die Kulturlandschaft dem Vergessen anheim, während die Schlösser zunehmend verfielen.

    Seit der politischen Wende wurde durch das zunehmende Bewusstsein der Bevölkerung für die „wahre Geschichte“ des Landes eine neue Blüte eingeleitet. Ermöglicht durch das Engagement zahlreicher privater und staatlicher Initiativen, konnten in den letzten Jahren zahlreiche Schloss- und Parkanlagen revitalisiert werden, so dass sich das Hirschberger Tal inzwischen wieder zu einem der beliebtesten Kulturreiseziele in Schlesien bzw. Polen entwickelt hat.

    Der Vortrag bietet eine mit zahlreichen historischen und aktuellen Bilddokumenten  illustrierte Geschichte der Region und einen Einblick in die spannende Entwicklung seit 1989.

  • „Auf den Spuren Wallensteins“

    Schlösser und Adelssitze in Nordböhmen und Schlesien seit dem 17. Jahrhundert

    Haus des Deutschen Ostens
    Archiv 2023

    Als eine der schillerndsten Gestalten des Dreißigjährigen Krieges ging Generalissimus Albrecht von Wallenstein in die Geschichte und Literatur ein. Jedoch war er nicht allein ein ehrgeiziger Feldherr und Kriegsunternehmer, sondern auch ein architektonischer Visionär, der seine Vorstellungen sowohl in der Planung der Residenzstadt Gitschin/Jičín als auch seinen Schlossbauten umzusetzen suchte.

    Der Vortrag illustriert u. a. seine wichtigsten Residenzen und bietet zudem einen Einblick in die reichhaltige Schlösserlandschaft Nordböhmens.

    Veranstaltungsort

    Haus des Deutschen Ostens
    Am Lilienberg 5
    81669 München

    Tel.: (089) 449 99 30
    Fax: (089) 44 99 93 – 250
    Mail

    Website des Veranstalters

    in Kooperation mit der
    Deutschen Burgenvereinigung

  • Gelebtes Kulturerbe (…) in Schlesien.

    Vortrag im Rahmen der dt.-poln. Fachtagung

    Coll. Polonicum, Słubice
    Archiv 2022

    Schlesien zählt als Brückenland zwischen West und Ost zu einer der historisch interessantesten Regionen Mitteleuropas, deren architektonischer Ausdruck eine Fülle erhaltener Baudenkmäler ist, die unter polnisch-piastischer, böhmischer, habsburgischer, dann preußischer und bis 1945 deutscher Herrschaft entstanden. Außergewöhnlich ist dabei der große Bestand von mehr als 3.200 Schlössern und Herrenhäusern, die einst politisches, wirtschaftliches und soziales Zentrum der einzelnen Dörfer und Gemeinden, zugleich auch Keimzellen der kulturellen Entwicklung und Kulminationspunkte gesellschaftlichen Lebens der jeweiligen Region waren.
    Viele dieser Gebäudeensembles sind infolge des Zweiten Weltkriegs, der Vertreibung der deutschen Bevölkerung und der Zeit des Sozialismus in beklagenswertem Zustand. Obwohl ein großer Teil der einst herrschaftlichen Wohnsitze bereits in den 1950er und 1960er Jahren unter Denkmalschutz gestellt worden war, zerfielen etliche von ihnen bis 1989 zu Ruinen. Daran änderte die politische Wende in Mittel- und Osteuropa nur wenig. Zwar wurden seit den beginnenden 1990er Jahren zahlreiche Schlösser und Herrenhäuser privatisiert, doch viele dieser Baudenkmale gingen durch Spekulation privater Eigentümer, weitere Vernachlässigung oder gar bewusste Zerstörung fast gänzlich zugrunde.
    Zwar gibt es in Schlesien einige wenige touristische Brennpunkte wie das Hirschberger Tal/Kotlina Jeleniogórska – dessen Tourismuswerbung sich mit dem Slogan „Tal der Schlösser und Gärten/Dolina Pałaców i Ogrodów“ vor allem über die revitalisierte Schlösserlandschaft definiert –, jedoch die meisten Anlagen in den entlegeneren ländlichen Regionen sind längst marginalisiert.
    Zumeist hat die dörfliche Bevölkerung, die während des Sozialismus die Schlösser und Herrenhäuser noch als gemeinschaftliche Orte genutzt hat (Kindergärten, Schulen, Hospitäler oder als Multifunktionsbauten mit regionaler Verwaltung, Kindergarten, Bibliothek und Nahversorgung), mit dem staatlichen Rückzug aus diesen Liegenschaften, den überproportional missglückten Privatisierungen und dem zunehmenden Verfall den Bezug zu den Anlagen verloren.
    Regionale Perspektiven, diese zu revitalisieren und in das dörfliche Leben wieder zu integrieren, entwickeln sich zumeist nicht – sei es aus Mangel an Ideen, finanziellen Möglichkeiten oder behördlicher Unterstützung.
    Andererseits belegen die große Zahl an Publikationen, einer auf die Landesgeschichte ausgerichtete Eventkultur (Nachstellung von Schlachten der Napoleonischen Kriege oder der Schlacht von Wahlstatt/Legnickie Polen 1241) und zahllose Blogseiten im Internet zu historischen Themen und Adelsgeschichte, dass das Interesse breiter Bevölkerungsschichten an der Geschichte der früher sogenannten „wiedergewonnenen Gebiete“ („Ziemie Odzyskane“) stetig wächst. Dadurch steigen die Chancen, die einstigen Adelssitze wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
    Bilinguale Workshops für Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen können diese Entwicklung unterstützen. Dabei können nach ausführlicher Analyse der Bausubstanz, der lokalen Infrastruktur und der Bedürfnisse der Bevölkerung innovative Ideen, Konzepte und praktische Lösungswege zur Revitalisierung von Schlossanlagen entwickelt werden, die mit neuen Funktionen wieder einer öffentlichen Nutzung zugeführt würden.
    Ein erfolgreiches, auch auf die Region der mittleren Oder übertragbares Pilotprojekt dieser Art fand in Zusammenarbeit des Deutschen Kulturforums östliches Europa mit dem Berliner Kunsthistoriker Arne Franke im August 2021 im südlichen Schlesien statt.
    Diese Summer-School, der konzeptionelle Ansatz und die Ergebnisse sollen bei der Tagung vorgestellt werden.

    Der Vortrag fand am 8. Juli 2022 im Rahmen der deutsch-polnischen Konferenz „Marginalisiertes Kulturerbe und Perspektiven für regionale Kulturentwicklung“ im Collegium Polonicum in Slubice statt.

    Veranstaltungsort

    Collegium Polonicum
    Kościuszki 1,
    PL 69-100 Słubice

    Tagungsband

    Publikationslink

    Vortragslink
  • Schlote, Schlösser und Magnaten

    Adelssitze in Oberschlesien 1945 bis heute

    Schloss Krobnitz
    Archiv 2022


    Wie auch Niederschlesien ist auch der östliche Teil des historischen Schlesiens durch eine sehr hohe Dichte an Adelssitzen, verbunden mit zum Teil weitläufigen Parkanlagen, charakterisiert. Insbesondere mit der Industrialisierung und dem damit verbundenen zunehmenden Wohlstand von Adel und Großbürgertum wurden zahlreiche Schlösser aufwändig umgebaut und vergrößert. Zu den größten Residenzen der Zeit gehörten die Schlösser der Grafen Hochberg und Fürsten von Pless in Pless/ Pszczyna, der Gräflichen Familie von Ballestrem in Plawniowitz/ Pławniowice und das pittoreske Schloss der Familie von Tiele-Winckler in Moschen/ Moszna.
    Zum renaissancezeitlichen und barocken Kulturerbe zählen beispielsweise die Schlösser Zyrowa/ Żyrowa und Oberglogau/ Glogówek, in dem Ludwig van Beethoven 1806 zu Gast war und seinem Gastgeber, dem Grafen Franz von Oppersdorf seine 4. Symphonie widmete. Beide befinden sich derzeit „in restauro”, wohingegen das neogotische Schloss in Lubowitz/ Łubowice, in dessen Vorgängerbau der Schriftsteller und Lyriker Joseph von Eichendorff 1788 das Licht der Welt erblickte, weiterhin eine malerische Schlossruine bleiben wird.
    Der reich illustrierte Vortrag spannt den Bogen von den piastischen Residenzen des Spätmittelalters bis zur heutigen Zeit und dabei nicht nur die großen Familien und ihre Häuser berücksichtigen, sondern auch die politischen Brüche – insbesondere nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg aufzeigen.

    Veranstaltungsort

    Schloss Krobnitz
    Am Friedenstal 5
    02894 Reichenbach/O.L.
    OT Krobnitz
    Tel. 035828 88700
    Mail

    Website des Veranstalters

    Schloss Krobnitz

  • Gutsanlagen, Herrenhäuser, Schlösser und Parks

    Historisches Zeugnis einer lebendigen europäischen Kulturlandschaft am Beispiel Mecklenburgs, Pommerns und Schlesiens

    Europäische Akademie M. V., Waren
    Archiv 2022


    Gutsanlagen, Herrenhäuser, Schlösser und Parks sind ein einmaliges historisches Zeugnis, das für die Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommern typisch ist. Sie sind wichtiger Teil der Geschichte unseres Bundeslandes und prägten diese mit. Sie sind jedoch keineswegs immer nur ein Relikt aus vergangener Zeit.
    Viele Gutsanlagen sind heute wieder lebendig und Orte der Begegnung, der Kultur oder aber der Erholung. Zahlreiche Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass die historischen Gemäuer und Orte auch im 21. Jahrhundert eine zeitgemäße Nutzung erfahren können. Es gibt jedoch ebenso eine große Zahl an Gutsanlagen, die von Verfall gezeichnet, drohen in Vergessenheit zu geraten.
    Dass dies nicht nur auf Mecklenburg-Vorpommern zutrifft, erkennt man schnell, erweitert man nur die Perspektive. Gutsanlagen sind prägend für die Kulturlandschaften im gesamten Raum östlich der Elbe und darüber hinaus. Sie sind Teil eines gemeinsamen europäischen Erbes, welches heute noch oder wieder an vielen Orten lebendig ist.
    Das Beispiel Schlesien verdeutlicht dies eindrucksvoll. Auch wenn die historischen Bezüge beider Regionen zueinander marginal erscheinen, zeigen sich heute ähnliche Perspektiven, Chancen und Probleme.
    Dieses Seminar möchte eben diesen Ansätzen beiderseits der Grenze auf den Grund gehen und einen Blick auf dieses gemeinsame historische Erbe werfen, das heute vielerorts wieder lebendig ist und das unterschiedliche Regionen, Länder und Menschen in Deutschland und Polen miteinander verbindet.
    Das Seminar beschäftigt sich dezidiert mit dem Thema Gutsanlagen als gemeinsames europäisches Kulturerbe und betrachtet dabei Ansätze, Probleme und Chancen des Erhalts dieses Kulturgutes in Deutschland und Polen gemäß § 96 BMVG.

    Veranstaltungsort

    Europäische Akademie Mecklenbg.-Vorpommern e. V.
    Am Eldenholz 23
    17192 Waren (Müritz)
    Tel.: +49 (0) 3991 1537-0
    Mail

    Website des Veranstalters

    Europäische Akademie Mecklenbg.-Vorpommern e. V.

    Programm

    Gesamtprogramm, 28.-30.10.22

    Programm Freitag, 28.10.22

  • SummerSchool – Schlösser in Schlesien

    Ideenwerkstatt zur Revitalisierung von Schlossruinen

    Schloss Muhrau/Pałac Morawa
    Archiv 2021


    Schlesien, ein Brückenland zwischen West- und Osteuropa, wurde schon im ausgehenden 19. Jahrhundert als „Land der Schlösser“ bezeichnet. Mit mehr als 3.000 Schlössern und Herrenhäusern weist Schlesien die größte Dichte an Adelssitzen in Europa auf, die seit dem 13. Jahrhundert unter den wechselnden Herrschaften polnisch-piastischer, böhmischer, habsburgischer, dann preußischer und bis 1945 deutscher Hoheit entstanden.
    Ein Teil dieser herrschaftlichen Anlagen hat die Zeit des Zweiten Weltkriegs – zumindest was das äußere Erscheinungsbild anbelangt – ebenso überstanden wie nahezu 45 Jahre Sozialismus. Mittlerweile sind zahlreiche Schlösser und Herrenhäuser restauriert worden, insbesondere beispielsweise im Umkreis von Breslau/Wrocław sowie in dem im 19. Jahrhundert als „Schlesisches Elysium” gerühmten Hirschberger Tal/Kotlina Jeleniogórska.
    Dennoch ist ein großer Teil der adeligen Residenzen nach wie vor in schlechtem Zustand, akut vom Totalverlust bedroht oder bereits im ruinösen Zustand. Unter diesen befinden sich auch herausragende Bauwerke aus der Spätgotik, der Renaissance und dem Barock, bei denen die eindrucksvollen Ruinen Zeugen der Neuesten Geschichte sind und für die Nachwelt als solche idealerweise erhalten werden sollten.

    Die SummerSchool beschäftigt sich im Sinne einer Ideenwerkstatt mit dieser einmaligen Kulturlandschaft, insbesondere den vor Zerstörung bedrohten Adelssitzen sowie gefährdeten Schlossruinen.

    Inhalte der neuntägigen Bauhütte sind methodische Schulung in Baugeschichte, Stilkunde und historischer Materialverwendung sowie praktische, nicht-invasive Bauuntersuchung an und Entwurf von adäquaten, innovativen Nutzungskonzepten für bestandsgefährdete Schlösser und Herrenhäuser in Schlesien. Ziel ist es, dieses bauliche Erbe Schlesiens als schützenswertes Zeugnis der gemeinsamen europäischen Kulturgeschichte zu verstehen, die für die Erhaltung relevanten Aufgaben zu erkennen, Bereitschaft zu seiner Bewahrung oder Revitalisierung zu entwickeln und zur Identifikation mit der Region beizutragen.

    Für jeweils vierköpfige Teams hat Werkstattleiter Arne Franke, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, vier Schlösser/Untersuchungsobjekte ausgewählt, für die historische und architekturgeschichtliche Analysen sowie zukünftige Nutzungsideen entwickelt werden sollen. Die Ergebnisse werden in einer illustrierten Broschüre zusammengefasst.

    Die Unterbringung der Teilnehmer der Werkstatt erfolgt im Schloss Muhrau/Morawa, selbst ein Beispiel für eine gelungene Restaurierung und Wiedernutzung eines niederschlesischen Baudenkmals. Von dort aus werden die ausgewählten Objekte besucht und erkundet.

    Veranstalter des Projekts ist das Deutsche Kulturforum östliches Europa in Potsdam in Kooperation mit mehreren deutschen und polnischen Partnern.

    Veranstaltungsort

    Schloss Muhrau/Pałac Morawa
    Morawa 1
    PL 58-120 Jaroszów

    Website des Veranstalters

    Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam

    Publikation

    „Gelebtes Kulturerbe“

    Programm

    Silesia News

    Świdnicki Portal Historyczny

  • Schloss Beitzsch/Biecz – gerettet?

    Vorstellung der Monographie der Gutsanlage von Beitzsch/Biecz

    Schloss Beitzsch/ Pałac Biecz (PL)
    Archiv 2020

    Buchvorstellung im Rahmen des „Lebuser Denkmaltreffens”

    Die Schlossanlage von Beitzsch/Biecz, die sich zwischen dem 14. Jahrhundert und 1945 im Eigentum der Adelsfamilie von Wiedebach befand, zählt zu den wenigen noch weitgehend erhaltenen Gutsanlagen der östlichen Niederlausitz, die seit Kriegsende als „Ziemia Lubuska” (Lebuser Land) bezeichnet wird.

    Nach 1945 zunächst durch unterschiedliche Nutzungen einigermaßen erhalten geblieben, wurde die barock-frühklassizistische Dreiflügelanlage infolge einer glücklosen Privatisierung insbesondere in den 1990er Jahren weitgehend ruiniert. Seit wenigen Jahren wird das Schloss und der imposante Torturm durch die hochmotivierte polnische Stiftung Fundacja Ochrony Zabytków Monumenta Poloniae statisch gesichert und vor weiterem Verfall bewahrt.

    Die von mir verfaßte, reich illustrierte Monographie erscheint in der Editionsreihe „Schlösser und Gärten der Neumark” des Freundeskreises Schlösser und Gärten der Mark.

    Veranstaltungsort

    Schloss Beitzsch/Pałac Biecz
    Biecz 10
    PL – 68-343 Biecz-Gubiński
    (Ca. 20 km SSÖ von Guben/Gubiń)

    Website des Veranstalters