Kategorie: Vorträge

  • Schlösser und Gutshäuser in Hinterpommern

    Deutsch-polnisches Kulturerbe im Aufwind

    Archiv 2024

    Historische Gutsanlagen mit ihren Schlössern und Parks sind architektonische Zeugnisse, die vor allem die Kulturlandschaften östlich von Oder und Neiße prägen. Zu diesen gehört insbesondere auch das östlich von Stettin/Szczecin gelegene Hinterpommern, das sich heute über zwei polnische Woiwodschaften erstreckt. Ein wenig im Schatten der Schlösserlandschaften Ostpreußens und Schlesiens stehend, bietet diese Region dennoch eine Vielzahl von beeindruckenden Adelssitzen, deren Gründungen u. a. die aus slawischem Adel stammenden Greifenherzöge, der Johanniterorden, vor allem aber Lokatoren aus den westlichen Gebieten des Hl. Römischen Reiches initiierten.

    Neben einem kurzen historischen Abriss zur Entwicklung exemplarischer Gutsanlagen nimmt der Vortrag insbesondere die Entwicklung seit den 1990er Jahren in den Fokus. Längst sind etliche Schlossanlagen im Besitz wohlmeinender Eigentümer und Initiativen, die diese im Sinne eines gesamteuropäischen Kulturerbes renovieren und revitalisieren.

    Im April 2024 wird dazu eine mehrtägige Studienreise ab Berlin angeboten. Nähere Informationen dazu hier.

    Veranstaltungsort

    Haus des Deutschen Ostens
    Am Lilienberg 5
    81669 München
    Tel.: 089/4499930

    Mailadresse

    Veranstaltungskalender 

  • Schlösser in der Grafschaft Glatz

    Ein fast vergessenes Kulturerbe

    Volkshochschule Dresden
    Archiv 2024

    Die Grafschaft Glatz, eine Grenzregion zwischen Schlesien und dem historischen Böhmen, besticht nicht allein durch die zahlreichen, heute wieder auflebenden Heilbäder und die malerische Landschaft der umgebenden Gebirge, sondern auch durch die hohe Konzentration an wertvollen und erhaltenswerten Baudenkmälern. Rund 80 Burgen, Schlösser und Herrenhäuser in hoher künstlerischer Qualität finden sich in der Grafschaft Glatz. Diese sind ein architektonisches Spiegelbild der wechselhaften Landesgeschichte unter polnisch-piastischer, böhmischer, habsburgischer, dann preußischer und bis 1945 deutscher Hoheit.

    Der Vortrag schildert anhand historischem und aktuellem Bildmaterial die Geschichte des Landes und seiner Adelssitze – und zeigt neben den traurigen Beispielen für den nach 1945 einsetzenden rapiden Schlösserverfall einige der inzwischen zahlreichen Revitalisierungsprojekte. Zu diesen zählen beispielsweise die einst den Grafen Herberstein gehörende frühbarocke Schlossanlage von Grafenort/Gorzanów, ebenso wie die Schlösser von Mittelsteine/Ścinawka Średnia oder Scharfeneck/Sarny. Auch die inzwischen als elegante Schlosshotels und -pensionen genutzten Schlösser Kunzendorf/Trzebieszowice, Kamnitz/Kamieniec oder  Pischkowitz/Piszkowice werden in diesem Vortrag entsprechend vorgestellt.

    Im Juni 2024 wird dazu eine mehrtägige Studienreise angeboten. Nährere Informationen dazu hier.

    Veranstaltungsort

    VHS Dresden
    Annenstraße 10
    01067 Dresden
    Tel.: 0351/25440-24

    Mailadresse

    VHS Dresden/Programm

  • Schlösser, Schlote und Magnaten

    Adelssitze in Oberschlesien

    Volkshochschule Dresden
    Archiv 2024

    Auch in Oberschlesien findet sich eine sehr hohe Dichte an Adelssitzen, verbunden mit zum Teil weitläufigen Parkanlagen. Insbesondere mit der Industrialisierung und dem damit zunehmenden Wohlstand von Adel und Großbürgertum wurden zahlreiche Schlösser aufwändig umgebaut und vergrößert. Zu den größten Residenzen der Zeit gehörten die Schlösser der Grafen Hochberg und Fürsten von Pless in Pless/Pszczyna, der Gräflichen Familie von Ballestrem in Plawniowitz/Pławniowice und das pittoreske Schloss der Familie von Tiele-Winckler in Moschen/Moszna.

    Zum renaissancezeitlichen und barocken Kulturerbe zählen beispielsweise die Schlösser Zyrowa/Żyrowa und Oberglogau/Glogówek, in dem Ludwig van Beethoven 1806 zu Gast war und seinem Gastgeber, dem Grafen Franz von Oppersdorf seine 4. Symphonie widmete. Beide befinden sich derzeit „in restauro”, wohingegen das neogotische Schloss in Lubowitz/Łubowice, in dessen Vorgängerbau der Schriftsteller und Lyriker Joseph von Eichendorff 1788 das Licht der Welt erblickte, weiterhin eine malerische Schlossruine bleiben wird.

    Der reich illustrierte Vortrag spannt anhand historischem und aktuellem Bildmaterial den Bogen von den piastischen Residenzen des Spätmittelalters bis zur heutigen Zeit und berücksichtigt dabei nicht nur die großen Familien und ihre Häuser, sondern zeigt auch die politischen Brüche – insbesondere nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg – auf.

    Im Juni 2024 wird dazu eine mehrtägige Studienreise angeboten. Nährere Informationen dazu hier.

    Veranstaltungsort

    VHS Dresden
    Annenstraße 10
    01067 Dresden
    Tel.: 0351/25440-24

    Mailadresse

    VHS Dresden/Programm

  • Schlossbau des 19. Jahrhunderts in Schlesien

    Vortrag im Rahmen der dt.-poln. Fachtagung

    Kloster St. Marienthal
    Archiv 2021


    Tagung: Schlösser und Herrenhäuser des Historismus in Nieder- und Oberschlesien sowie der historischen Neumark

    Mit der zunehmenden Prosperität Schlesiens infolge der erfolgreichen Landwirtschaft (Stichwort: Zuckerrübenanbau) in Niederschlesien und der intensivierten Industrialisierung in Oberschlesien kam es seit Ende des 18. Jahrhunderts zu einer verstärken Bautätigkeit an Schlössern und Herrenhäusern, die einem zunehmenden Repräsentationsverständnis, aber auch dem gesteigerten Bedürfnis nach Wohnkomfort geschuldet war.

    Zunächst entstanden zahlreiche Adelssitze im Stil des Klassizismus, dessen Hauptvertreter, der in Landeshut/Kamienna Góra geborene Carl Gotthard Langhans gerade auch in seiner Heimat wichtige Impulse setze, die durch seine Schüler, darunter Carl Gottfried Geißler, fortgeführt und weiterentwickelt wurden. Nach den Befreiungskriegen war es Karl Friedrich Schinkel, der den Klassizismus vollendete – und mit der Neogotik ein neues Kapitel in der Baugeschichte des Landes aufschlug, das mit der Schlossanlage von Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki für Prinzessin Marianne von Oranien und der durch Oberbaurat Carl Wolf für Herzog Wilhelm II. von Braunschweig umgebauten Sommerresidenz Sibyllenort/Szczodre einen im Land unübertroffenen Höhepunkt erreichte.
    Aber auch die späteren Entwicklungen der Baugeschichte werden in diesem Vortrag gewürdigt und mit Beispielen belegt, wie den Residenzen der oberschlesischen Industriemagnaten, so dem im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Schloss Neudeck/Świerklaniec der Grafen Henckel von Donnersmark, der pittoresken Schlossanlage des Zink-Magnaten Tiele-Winckler in Moschen/Moszna oder dem heute als Forstakademie genutzten Schloss Brynnek/Brynek, das zu Anfang des 20. Jahrhunderts durch den Breslauer Architekten Karl Grosser in beeindruckenden Neobarockformen umgebaut wurde.

    Veranstaltungsort

    Kloster St. Marienthal, Internationales Bildungszentrum
    St. Marienthal 10
    02899 Ostritz
    Tel.: +49 (0) 35823/77-0

    Website des Veranstalters

    Kulturstiftung der Deutschen Vertriebenen

    Programm

    Zusammenfassung des Programms

    Programmablauf

  • Schlösser und Gärten der Grafschaft Glatz

    Ein zweites „Schlesisches Elysium“?

    Schloss Krobnitz
    Archiv 2023

    Im Glatzer Land/Kotlina Kłodzka (Polen), durch seine zahlreichen Kurbäder vom frühen 18. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg europaweit als „Gesundbrunnen Deutschlands“ bekannt, befanden sich rund achtzig Schlösser und Herrenhäuser von zum Teil überregionaler Bedeutung.

    Bis vor wenigen Jahren war der Zustand der heute noch erhaltenen Anlagen noch überaus besorgniserregend, viele standen leer und harrten denkmalbewusster Enthusiasten und Investoren.
    Doch neben einigen, nach wie vor akut gefährdeten Residenzen, wie dem Schloss Eckersdorf/Bożków nördlich von Glatz sind inzwischen die meisten kleinen und großen Adelssitze in guten Händen – etliche sind schon mustergültig renoviert oder derzeit noch in „in restauro“.

    Längst herrscht in der zeitweise fast vergessen geglaubten Kulturlandschaft eine hoffnungsvolle Aufbruchstimmung – ähnlich wie im Hirschberger Tal/Kotlina Jeleniogórska, das als „Schlesisches Elysium“ längst über die polnischen Landesgrenzen hinweg bekannt ist und als Musterregioin für die Revitalisierung von Schlössern und Herrenhäusern gelten kann.

    Der Vortrag schildert anhand historischem und aktuellem Bildmaterial die Geschichte des Landes und seiner Adelssitze – und zeigt neben den traurigen Beispielen für den nach 1945 einsetzenden rapiden Schlösserverfall die inzwischen zahlreichen Revitalisierungsprojekte. Zu diesen zählen beispielsweise die einst den Grafen Herberstein gehörende frühbarocke Schlossanlage von Grafenort/Gorzanów, ebenso wie die Schlösser von Mittelsteine/Ścinawka Średnia oder Scharfeneck/Sarny. Auch die inzwischen als elegante Schlosshotels und -pensionen genutzten Schlösser Kunzendorf/Trzebieszowice, Kamnitz/Kamieniec oder  Pischkowitz/Piszkowice werden in diesem Vortrag entsprechend vorgestellt.

    Veranstaltungsort

    Schloss Krobnitz
    Am Friedenstal 5
    02894 Reichenbach/Oberlausitz
    Tel.: 035828/88700

    Mailadresse
    Museum Schloss Krobnitz
    Veranstaltungslink

  • Kirchenburgen und Wehrkirchen in Europa

    Beispiele und Lösungsansätze zur Revitalisierung

    Tagung
    „Siebenbürgische Kirchenburgen“
    Archiv 2023

    Im Rahmen der viertägigen Tagung „Siebenbürgische Kirchenburgen: Kunsthistorische Bedeutung, Strategien der Befundsicherung, Denkmalschutz und Nutzungskonzepte“ werde ich über das gesamteuropäische Problem leerstehender Kirchen referieren. Diese zu erhalten, für diese ggf. Umnutzungskonzepte zu entwickeln und sowohl die Gotteshäuser als auch – speziell in Siebenbürgen – die leerstehenden Pfarrhäuser und Schulen zu revitalisieren, ist eine gewaltige Aufgabe, der sich nicht nur die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien stellt.
    In einigen Ländern, beispielsweise Großbritannien oder Frankreich, blickt man auf eine jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit gefährdeten Sakralbauten zurück, die, angepaßt an das geographische, gesellschaftliche und soziale Umfeld, auch Denkanstöße für gefährdete Kirchenburgen in Siebenbürgen liefern können.

  • „Behalten versus Veräußern“

    Welche Strategie dient dem Erhalt der Kirchenburgen?

    Stiftung Kirchenburgen
    Online (Zoom)
    Archiv 2023

    Das Kirchenburgengespräch zwischen Dr. Bruno Fröhlich (Bezirksdechant und Stadtpfarrer in Schäßburg) und Arne Franke M. A. (Kunsthistoriker und Denkmalpfleger aus Berlin) soll der Frage nachgehen, welche Strategie dem Erhalt der Kirchenburgen dienen könnte.
    Dabei stellen wir unter anderem folgende Fragen: Nach welchen Kriterien wird eine Immobilie evaluiert? In welchen Fällen kann die Veräusserung sinnvoll sein? Gibt es in der Landeskirche oder zwischen den Bezirkskonsistorien eine Absprache zum Umgang mit ungenutzten Immobilien? Gibt es gute Beispiele der Veräusserung, denen man folgend kann/soll? Wo liegen die Chancen und Risiken der Veräusserung?

  • „Auf den Spuren Wallensteins“

    Projekte eines architektonischen Visionärs in Böhmen und Schlesien

    Städtische Museen Zittau
    Archiv 2023

     

    Als eine der schillerndsten Gestalten des Dreißigjährigen Krieges ging Generalissimus Albrecht von Wallenstein in die Geschichte und Literatur ein. Jedoch war er nicht allein ein ehrgeiziger Feldherr und Kriegsunternehmer, sondern auch ein architektonischer Visionär, der seine Vorstellungen sowohl in der Planung der Residenzstadt Gitschin/Jičín als auch seinen Schlossbauten umzusetzen suchte.

    Der Vortrag illustriert u. a. seine wichtigsten Residenzen und bietet einen Einblick in das Architekturschaffen des Frühbarock in Böhmen und Schlesien.

    Veranstaltungsort

    Kulturhistorisches Museum
    Franziskanerkloster
    Klosterstr. 3
    02763 Zittau
    Tel.: 03583/554790

    Mailadresse
    Städtische Museen Zittau
    3event.eu

     

  • Residenzen der Wettiner in Schlesien

    Gutsbesitz der sächsischen Kurfürsten und Könige

    Vortragsarchiv

    Das piastische Schlesien, seit Mitte des 14. Jahrhunderts ein Nebenland der Böhmischen Krone, seit 1526 unter der Kröne Österreich-Habsburgs und bis zur Reichsgründung 1871 integraler Bestandsteil Preußens weist eine immense Zahl an Herrensitzen auf, die sich – vor allem seit dem 14. Jahrhundert – im Eigentum unterschiedlicher Adelsfamilien befanden.

    So sind natürlich auch die Hohenzollern mit zahlreichen Residenzen vertreten – vor allem, nachdem Friedrich der Große in den drei Schlesischen Kriegen für sein Land erobert hatte.

    Doch auch die Wettiner besassen seit altersher Güter und Residenzen in Schlesien – allen voran Schloss Sibyllenort, seit 1945 Szczodre, das als „Schlesisches Windsor“ in die Architekturgeschichte eingegangen ist, war es doch die größte neogotische Schlossanlage in Schlesien.

    Der Vortrag beleuchtet nicht nur die dynastischen Beziehungen der Wettiner zu Schlesien, sondern vor allem die architektonischen Relikte, die bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs hineinreichen. Historisches und aktuelles Bildmaterial der in sächsischem Besitz befindlichen Schlösser und Herrenhäuser  illustrieren den Vortrag.

  • Die Zips

    Die architektonische Schatzkammer der Ostslowakei

    Diverse Vortragsorte
    Archiv 2010 – 2019

    Die malerisch in die Vorgebirgslandschaft südlich der Hohen Tatra eingebettete Zips (Spiš) zählt zu den noch immer wenig bekannten Kulturlandschaften Ostmitteleuropas, nachdem sich die bis 1918 zu Ungarn gehörende Region seit dem Zweiten Weltkrieg hinter dem Eisernen Vorhang verbarg. Damit schwand auch die Kenntnis um die reichen Kunst- und Kulturschätze, die von einer multiethnisch geprägten Bevölkerung – vorwiegend Slowaken, Ungarn und Karpatendeutschen, den „Zipser Sachsen“ – geschaffen worden waren.

    Letztere kamen, gerufen durch die ungarischen Könige, seit dem 12. Jahrhundert als Siedler in das Land und gründeten zahlreiche Dörfer und Städte, die sich zu blühenden Gemeinwesen und wesentliche Kulturträgern entwickelten.

    Noch heute lässt sich deren Bedeutung an den renaissancezeitlichen und barocken Bürgerhäusern sowie den reich ausgestatteten gotischen Stadtkirchen der Städte wie Leutschau/Levoča oder Kesmark/Kežmarok ablesen. Letztere weisen, ebenso wie viele ländliche Kirchen, eine erstaunliche Zahl an spätgotischen Flügelaltären auf, die wiederum die engen künstlerischen Einflüsse aus Deutschland, Österreich und Böhmen sowie dem südöstlich gelegenen Siebenbürgen reflektieren.

    Der Vortrag wird die Entwicklung dieser Kulturlandschaft anhand prominenter Baudenkmäler, wie dem in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommenen geistlichen Zentrum des „Zipser Kapitels“ und seinem weltlichen „vis-à-vis“, der Zipser Burg wie auch wenig bekannter Sakral- und Profanbauten illustrieren.