Autor: Arne

  • Baugeschichte sehen lernen

    Angewandte Baustilkunde und Grundlagen der Denkmalpflege

    Archiv 2025

    Wer heute mit offenen Augen durch die historischen Kulturlandschaften Deutschlands und angrenzender Gebiete reist, hat zumeist einen guten Reiseführer oder vielleicht sogar den „Dehio“ – das für alle Regionen des heutigen und einstigen Deutschlands verfügbare „Handbuch der Kunstdenkmäler“ als auskunftsfreudigen Begleiter mit dabei. Darin sind die wichtigsten Baudenkmäler erläutert, das Baualter und der Architekturstil angegeben sowie – bei öffentlich zugänglichen Gebäuden – die Innenausstattung beschreiben. Aber wie verhält es sich bei den nicht aufgeführten städtischen Bürger- und Handwerkerhäusern, wie bei den Bauernhäusern auf dem Land? Lassen sich bei diesen ebenfall das Baualter und die stilistische Zuordnung so einfach ablesen? Die Frage kann durchaus mit „Ja“ beantwortet werden:
    Mit Grundkenntnissen der lokalen Stilgeschichte und einem für die stilprägenden Merkmalen gut geschulten Auge durchaus.

    Das viertägige Seminar mit dem früheren stellv. Referatsleiter der Görlitzer Denkmalpflege, Architekturhistoriker Arne Franke kann dazu  einen wesentlichen Beitrag leisten. Es vermittelt zunächst neben den Grundlagen der Architekturterminologie eine auf Mittel- und Ostmitteleuropa zentrierte Einführung in die Baustilkunde. Unter anderem lernen Sie, was es beispielsweise mit dem „Revolutionsstil“ und „Rondokubismus“ auf sich hat, erfahren die Unterschiede zwischen der Renaissance in Italien und den Ausprägungen des Stils nördlich der Alpen, welche Dekorationsstile es zu dieser Zeit gab und wie diese ebenso als Indikatoren zur relativen Datierung von Bauwerken genutzt werden können, wie „Sgraffitodekorationen“ oder die Art der Backsteinbearbeitung. Dabei zeichnet das Seminar nicht nur die „großen Linien“ der Entwicklung von bedeutenden, stilprägenden Sakralbauten und Adelssitzen nach, sondern lehrt auch die stilistische Zuordnung von Architekturelementen, wie Türen/Portalen, Fenster und Fensterrahmungen, Fassadendekorationen und –texturen, Dachformen und – aufbauten. Hinzu kommen die im Seminar vermittelten Grundkenntnisse über historische Bautechniken, Beschaffenheit der verwendeten Materialien und die Interpretation von Bearbeitungs- und Altersspuren. Zudem werden Sie in die Grundlagen und Geschichte der  zeitgenössischen Denkmalpflege sowie die historische Bauforschung eingeführt, die ebenfalls an praktischen Beispielen demonstriert wird.

    Das Seminar, das in der „Denkmalstadt Görlitz“ als idealem Veranstaltungsort stattfindet, besteht aus theoretischen Anteilen sowie aus mehreren abwechslungsreichen Stadtspaziergängen, bei denen Sie wichtige Bauwerke der Stadt und den denkmalpflegerischen Umgang mit diesen kennen lernen. Mit über 4.000 großteils restaurierten Kultur- und Baudenkmalen wird Görlitz oft als das flächengrößte zusammenhängende Denkmalgebiet Deutschlands bezeichnet. An den Häusern der Stadt lassen sich alle wesentlichen Phasen der  mitteleuropäischen Baustile erkennen, von der Spätgotik über die Renaissance bis zum Barock. Umgeben ist die Altstadt dazu von ausgedehnten Gründerzeitvierteln. An den Gebäuden können Sie Ihr nun angereichertes Wissen praktisch erproben und lernen dabei die Vorteile der raschen „Fassadenmorphologie“ kennen, bei der zunächst die Oberflächengestalt der Hauptansichtsseite des Gebäudes detailliert in Augenschein genommen wird.

    Mit den im Seminar gewonnenen Erkenntnissen werden Sie zukünftig auf Ihren Kulturreisen in Deutschland und den angrenzenden Gebieten historische Gebäude – vom Bürgerhaus bis zum einfachen Bauernhaus, von der Romanik bis zur Klassischen Moderne – zeitlich und stilistisch besser zuordnen und damit auch die bauhistorische und denkmalpflegerische Relevanz ableiten können.

    Informationen und Buchung:

    Kulturwerk Mitteldeutschland
    Dagny Prasse
    Gutshof 3
    06258 Schkopau
    Tel.: 0345/566 49 450
    Mailadresse

    Seminarprogramm

  • Städte und Kirchenburgen im südlichen Siebenbürgen

    Architekturgeschichtlicher Streifzug durch Transsylvanien

    Volkshochschule Dresden
    Archiv 2025

    In keiner Kulturlandschaft ist Luthers Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ architektonisch so manifest wie in Siebenbürgen, wo seit dem 14. Jahrhundert mehr als 300 Kirchenburgen der „Siebenbürger Sachsen“ zum Schutz vor osmanischen Angriffen entstanden. Zusammen mit den Städten Hermannstadt/Sibiu, Kronstadt/Braşov, Mediasch/Mediaș und der UNESCO-geschützten Stadt Schäßburg/Sighişoara bilden sie eine faszinierende Kulturlandschaft, die in diesem reich illustrierten Vortrag vorgestellt wird.

    Veranstaltungsort

    Volkshochschule Dresden
    Annenstraße 10
    01067 Dresden
    Tel.: 03551/254 40 25

    Mailadresse

    Vortragsankündigung

  • Schlösser und Herrenhäuser in Nordböhmen

    Auf den Spuren des Adels durchs nördliche Tschechien

    Volkshochschule Dresden
    Archiv 2025

    Beginn: 18.45 Uhr

    Am südlichen Rand des Erzgebirges und der östlich anschließenden Sudeten und des Erzgebirges erstreckt sich eine bemerkenswerte Kulturlandschaft, die nicht nur durch deutsche, tschechische und jüdische Einflüsse geprägt wurde, sondern die auch mit einer bemerkenswerten Dichte an Schlössern und Herrenhäusern aufwartet. Der reich bebilderte Vortrag thematisiert eine repräsentative Auswahl an Adelssitzen, die Spiegel der böhmischen Geschichte sind.

    Veranstaltungsort

    Volkshochschule Dresden
    Annenstraße 10
    01067 Dresden
    Tel.: 03551/254 40 25

    Mailadresse

    Vortragsankündigung

  • Schlösser und Herrenhäuser der polnischen Oberlausitz

    Adelssitze im Schatten Schlesiens

    Schloss Krobnitz
    Archiv 2024

    Der östliche Teil der sächsischen Oberlausitz, der 1945 durch die neue Grenzziehung entlang von Lausitzer Neiße an Polen fiel, verfügt ebenso wie das nördlich und östlich angrenzende „Alt-Schlesien“ über einen großen Bestand an Adelssitzen, der bei heutigen Betrachtungen entweder zu Schlesien subsummiert – oder weitgehend ausgeblendet wird.
    Dabei ist dieser Landstich, heute von deutscher Seite aus als „polnische Oberlausitz“ (Polskie Górne Łużyce) bezeichnet, reich an Schlössern und Herrenhäusern, deren Ursprung zumesit weit bis ins Mittelalter zurückreicht.
    Der illustrierte Vortrag reflektiert anhand beispielhafter Anlagen die  Geschichte und den derzeitigen Zustand dieser kleinen, fast vergessenen Schlösserlandschaft.

    Veranstaltungsort

    Schloss Krobnitz
    Am Friedensthal 5
    02894 Reichenbach/Oberlausitz
    Tel.: 035828/88700

    Mailadresse

    Schloss Krobnitz/Programm

  • Santini-Aichel – ein böhmischer Ausnahmearchitekt

    Auf den Spuren der Barockgotik durch Böhmen und Mähren

    Volkshochschule Dresden
    Archiv 2024

    Vor 300 Jahren verstarb der geniale Architekt und Baumeister Johann Blasius Santini-Aichel (1677–1723), der sich als außergewöhnlicher Ausnahmearchitekt zu seinen Lebzeiten einen ausgezeichneten Namen machte.

    Heute scheint er weitgehend vergessen – ein wenig untergegangen im Heer der großen, in Böhmen und Mähren wirkenden Barockarchitekten, wie seinem Lehrherrn, dem Franzosen Jean-Baptiste Mathey, dem aus Bayern stammenden Christoph Dientzenhofer, dessen Sohn Kilian Ignatz oder dem Italiener Giovanni Battista Alliprandi.

    Und doch ist sein Oeuvre von besonderem kunsthistorischen (und auch touristischen) Interesse, da er als einziger nicht nur das italienische, über Österreich vermittelte Hochbarock brillant beherrschte, sondern insbesondere mit großem Interesse die Gotik studierte, die er mit dem schwingenden („kurvierten“) Barock zu einer außergewöhnlichen und – auf dem Kontinent einzigartigen – Barockgotik verschmolz.

    Im September 2024 wird dazu eine mehrtägige Studienreise angeboten. Nährere Informationen dazu hier.

    Veranstaltungsort

    VHS Dresden
    Annenstraße 10
    01067 Dresden
    Tel.: 0351/25440-24

    Mailadresse

    VHS Dresden/Programm

  • Schlösser und Gutshäuser in der Neumark

    Erkundung einer „terra incognita“

    Volkshochschule Dresden
    Archiv 2024

    Die östlich der Oder gelegene, einst zu Brandenburg gehörige Neumark ist nach wie vor ein weitgehend unerkundetes Gebiet für Kulturreisen – und somit ein lohnenswerter Geheimtipp, da die historische Kulturlandschaft nicht nur an interessanten Dörfern und Kleinstädten, sondern auch einen reichen Bestand an bau- und kunstgeschichtlich wertvollen und interessanten Burgen, Schlössern und Herrenhäusern aus unterschiedlichen Stilepochen aufweist.

    Anhand ausgewählter Baudenkmale und illustriert mit historischem und aktuellem Bildmaterial spannt der Vortrag den Bogen zwischen der Vergangenheit und dem Heute – wobei auch zahlreiche Projekte zur Revitalisierung des deutsch-polnischen Kulturerbes vorgestellt werden.

    Anfang Oktober 2024 wird dazu eine mehrtägige Studienreise angeboten. Nährere Informationen dazu hier.

    Veranstaltungsort

    VHS Dresden
    Annenstraße 10
    01067 Dresden
    Tel.: 0351/25440-24

    Mailadresse

    VHS Dresden/Programm

  • Hinterpommern und die Neumark

    So nah – und doch so vergessen?

    Archiv

    Reiseziel in den Jahren 2012, 2014, 2015, 2018, 2024

    Die sich östlich der Oder erstreckenden Regionen Hinterpommern und die südlich angrenzende Neumark sind mit ihrer reichen Kulturgeschichte für viele Kulturreisende häufig noch weitgehend eine „terra incognita“. Während es im Norden die Herzöge des Greifengeschlechts waren, die seit dem 12. Jahrhundert deutsche Kolonisten anzogen, waren es in der sich etwa 100 Kilometer östlich von Berlin erstreckenden Neumark, der „terra transoderana“, die polnischen bzw. schlesischen Piasten, die Siedler aus dem Westen riefen. Neben dem engmaschigen Netz neugegründete Dörfer und Städte entstanden durch den früh formierenden Adel zahlreiche Gutsherrschaften, deren Schlösser und Herrenhäuser noch heute die Kulturlandschaft charakterisieren.

    Die Studienreise begibt sich auf die Spurensuche der wechselvollen Geschichte dieser Regionen und erkundet deren architektonisches Erbe. Dieses wartet mit großartigen Kirchenbauten, wie der im Wiederaufbau begriffenen Marienkirche von Königsberg, der üppig ausgestatteten Kathedrale in Cammin oder der Jakobikirche in Stettin sowie zahllosen Schlossbauten auf, wie dem dortigen Herzogsschloss, der klassizistischen Residenz von Prillwitz oder dem exzellent restaurierten neogotischen Schloss von Mehrenthin. Zudem machten sich unterschiedliche geistliche Orden für die Landeserschließung verdient, insbesondere die Zisterzienser, dessen Kloster Kolbatz als deren erste Filiation östlich der Oder gegründet wurde. Neben den zahlreichen gut erhaltenen und restaurierten Bauwerken werden Sie auf dieser Reise u. a. am Beispiel der ehemaligen Hohenzollernresidenz in Wildenbruch oder des barocken Schlosses von Heinrichsdorf weitere erstaunliche Revitalisierungsprojekte kennenlernen, die das zunehmende Engagement der polnischen Nachbarn für das gemeinsame europäische Kulturerbe belegen.

    Auf dieser Reise übernachten Sie zunächst im Radisson Blue-Hotel**** in Stettin, danach in den Schlosshotels von Krangen/Krąg*** und Mehrenthin/Mierzęcin**** sowie im einstigen Zisterzienserinnenkloster in Zehden/Cedynia**** (jeweils Landeskategorie).

  • Barockgotik in Böhmen und Mähren

    Auf Spuren des barocken Ausnahmearchitekten Johann Blasius Santini-Aichel

    Archiv

    Reiseziel im Jahr 2024

    Vor 300 Jahren verstarb der geniale Architekt und Baumeister Johann Blasius Santini-Aichel (1677–1723), der sich als außergewöhnlicher Ausnahmearchitekt zu seinen Lebzeiten einen ausgezeichneten Namen machte.
    Heute scheint er weitgehend vergessen – ein wenig untergegangen im Heer der großen, in Böhmen und Mähren wirkenden Barockarchitekten, wie seinem Lehrherrn, dem Franzosen Jean-Baptiste Mathey, dem aus Bayern stammenden Christoph Dientzenhofer, dessen Sohn Kilian Ignatz oder dem Italiener Giovanni Battista Alliprandi.
    Und doch ist sein Oeuvre von besonderem kunsthistorischen (und auch touristischen) Interesse, da er als einziger nicht nur das italienische, über Österreich vermittelte Hochbarock brillant beherrschte, sondern insbesondere mit großem Interesse die Gotik studierte, die er mit dem schwingenden („kurvierten“) Barock zu einer außergewöhnlichen und – auf dem Kontinent einzigartigen – Barockgotik verschmolz.

    Diese Studienreise führt über Prag zunächst nach Pilsen, dann durch die Mitte Böhmens bis nach Mähren und führt zuletzt nach Nordostböhmen. Dabei erkunden Sie die wichtigsten von Santini-Aichel geschaffenen Bauten – von seinem Frühwerk mit der kleinen St. Annenkirche in Panenské Břežany/Jungfernbreschan über die wohl bekanntesten Schöpfungen, die Klosterkirchen von Sedletz/Sedlec und Saar an der Sasau/Žďár nad Sázavou mit seiner spektakulären Wallfahrtskirche auf dem Grünen Berg/Zelená Hora (beide UNESCO-Weltkulturerbe) bis zu der kaum weniger spektakulären Benediktiner-Klosterkirche in Kladrau/Kladruby. Zudem erleben Sie in Prag nicht nur die Inspirationsquellen des Architekten und einige Palaisbauten aus seiner Hand, sondern bekommen zudem einen Überblick über das barocke Bauen in der Moldaumetropole während des 18. Jahrhunderts.

  • Auf den Spuren Wallensteins in Nordböhmen

    Ein architektonischer Visionär und seine Projekte

    Archiv

    Reiseziel im Jahr 2024

    Als eine der schillerndsten Gestalten des Dreißigjährigen Krieges ging Generalissimus Albrecht von Wallenstein in die Geschichte und Literatur ein. Jedoch war er nicht allein ein ehrgeiziger Feldherr und Kriegsunternehmer, sondern auch ein architektonischer Visionär, der seine Vorstellungen sowohl in der Planung der Residenzstadt Jitschin (Gitschin)/Jičín als auch seinen Schlossbauten umzusetzen suchte.

    Die Studienreise folgt seinen architektonischen Spuren durch Nordböhmen. Neben der berühmten Burg Friedland/Zamek Frýdlant, die im 17. Jahrhundert zu einem repräsentativen Renaissanceschloss erweitert wurde und die dem 1625 neugeschaffenen Herzogtums den Namen gab, besichtigen wir die Stadt Reichenberg/Liberec, die zu Wallensteins Zeit als wirtschaftliches Zentrum ausgebaut wurde. In Münchengrätz/Mnichovo Hradiště besuchen wir die letzte Grablege des Generalissimus sowie das Schloss, das bis 1945 der Familie Waldstein gehörte. Ein weiteres Hauptziel ist Jitschin, das von einem kleinen Provinzstädtchen zur glanzvollen Residenzstadt des kurzlebigen Herzogtums Friedland entwickelt werden solle. Zwar konnten die großen Ideen infolge der Ermordung des „Friedländers“ 1634 nicht vollständig umgesetzt werden, doch die Ansätze für die moderne Stadtplanung mit einem Schloss, einer nie vollendeten Kathedrale, einem speziellen Handwerkerviertel und einen glanzvollen Sommerschlösschen vor den Toren der Stadt sind noch heute gut nachvollziehbar.

    Übernachten werden wir im Begegnungszentrum Kloster Haindorf/Hejnice mit seiner eindrucksvollen, bis 1729 errichteten barocken Wallfahrtskirche. Als Pilgerstätte durch Wallenstein wiederbegründet, wurde Haindorf einer der wichtigsten Wallfahrtorte im Habsburgerreich – seit 1991 finden hier wieder regelmäßig Wallfahrten statt.

    Informationen und Buchung:

    Tourismuszentrum Naturpark Zittauer Gebirge
    Markt 9
    02763 Zittau
    Tel.: 03583/ 549940
    Mailadresse
    Website
    Reiseprogramm

  • Schlösser und Gärten in der Grafschaft Glatz

    Ein zweites „Schlesisches Elysium“ ?

    Archiv 2024

    Die ehemalige Grafschaft Glatz, im Mittelalter Zankapfel zwischen dem piastischen Polen und dem Herrschaftsgebiet der böhmischen Přemysliden, wurde mit dem Glatzer Pfingstfrieden 1137 Bestandteil des Königsreichs Böhmen und ging mit diesem 1526 in die Hände des Habsburgerreiches über. Mit der Eroberung Schlesiens durch König Friedrich II. wurde das Bergland 1763 endgültig der preußischen Provinz Schlesien angeschlossen.

    Schon im 19. Jahrhundert durch seine zahlreichen Heilbäder als „Gesundbrunnen Deutschlands“ überregional bekannt, prägten jedoch von jeher mehr als achtzig Adelssitze mit zum Teil weitläufigen Parkanlagen diese Kulturlandschaft. Mit ihren Wirtschaftshöfen waren sie zugleich ökonomische, gesellschaftliche und kulturelle Bezugspunkte für die ländliche Bevölkerung.
    Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, dem Übergang Schlesiens an Polen und dem damit verbundenen Bevölkerungsaustausch wurde dieser historischen Kontinuität eine Zäsur gesetzt, die sich auch im Umgang mit den Schlösser und Herrenhäuser niederschlug. Viele dieser, soweit sie nicht durch staatliche Einrichtungen weitergenutzt wurden, verfielen in der Folgezeit zu Ruinen.

    Mit der politischen Wende in Osteuropa erfolgte jedoch eine deutliche Kehrtwendung, die diesem gemeinsamen kulturellen Erbe von Deutschen und Polen wieder neue Überlebenschancen eröffnet.

    Die in diesem Vortrag vorgestellten Revitalisierungsprojekte zahlreicher Adelssitze, darunter der Schlösser Grafenort/Gorzanów, Scharfeneck/Sarny oder des Herrenhauses von Kamnitz/Kamieniec zeigen, dass diese reiche, malerisch von den Sudeten umrahmte Kulturlandschaft zukünftig durchaus mit dem „Schlesischen Elysium“, dem Hirschberger Tal am Rande des Riesengebirges konkurrieren kann.

    Im Juni 2024 wird dazu eine mehrtägige Studienreise angeboten. Nährere Informationen dazu hier.

    Veranstaltungsort

    Haus Schlesien
    Dollendorfer Str. 412
    53639 Königswinter
    Tel.: 02244-8860

    Mailadresse

    Haus Schlesien/Programm

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