Autor: Arne

  • Schlösser und Gutshäuser in Hinterpommern

    Deutsch-polnisches Kulturerbe im Aufwind

    Archiv 2024

    Historische Gutsanlagen mit ihren Schlössern und Parks sind architektonische Zeugnisse, die vor allem die Kulturlandschaften östlich von Oder und Neiße prägen. Zu diesen gehört insbesondere auch das östlich von Stettin/Szczecin gelegene Hinterpommern, das sich heute über zwei polnische Woiwodschaften erstreckt. Ein wenig im Schatten der Schlösserlandschaften Ostpreußens und Schlesiens stehend, bietet diese Region dennoch eine Vielzahl von beeindruckenden Adelssitzen, deren Gründungen u. a. die aus slawischem Adel stammenden Greifenherzöge, der Johanniterorden, vor allem aber Lokatoren aus den westlichen Gebieten des Hl. Römischen Reiches initiierten.

    Neben einem kurzen historischen Abriss zur Entwicklung exemplarischer Gutsanlagen nimmt der Vortrag insbesondere die Entwicklung seit den 1990er Jahren in den Fokus. Längst sind etliche Schlossanlagen im Besitz wohlmeinender Eigentümer und Initiativen, die diese im Sinne eines gesamteuropäischen Kulturerbes renovieren und revitalisieren.

    Im April 2024 wird dazu eine mehrtägige Studienreise ab Berlin angeboten. Nähere Informationen dazu hier.

    Veranstaltungsort

    Haus des Deutschen Ostens
    Am Lilienberg 5
    81669 München
    Tel.: 089/4499930

    Mailadresse

    Veranstaltungskalender 

  • Ein vergessenes Arkadien

    Schlösser und Parkanlagen der ehemaligen Grafschaft Glatz

    Die ehemalige Grafschaft Glatz, während des Mittelalters Nahtstelle zwischen Polen und dem Herrschaftsgebiet der böhmischen Přemysliden, wurde später Bestandteil des Königsreichs Böhmen und ging mit diesem 1526 in die Hände des Habsburgerreiches über.
    Mit der Eroberung Schlesiens durch Friedrich II. wurde das Bergland 1742 der preußischen Provinz Schlesien angeschlossen und durch seine zahlreichen Heilbäder bald darauf als „Gesundbrunnen Deutschlands“ überregional bekannt. Landschaftsprägend waren jedoch vor allem die mehr als sechzig Schlösser und Herrenhäuser, deren jahrhundertealte Ensembles mit weitläufigen Wirtschaftshöfen und Parkanlagen sowohl ökonomische und gesellschaftliche Bezugspunkte der dörflichen Bevölkerung waren.
    Mit dem Ende des zweiten Weltkriegs und dem Übergang Schlesiens ans Polen wurde dieser kulturellen Kontinuität durch den nahezu vollständigen Bevölkerungsaustausch eine Zäsur gesetzt, die sich auch im Umgang mit der Architektur des Adels niederschlug. Viele dieser Bauten, soweit sie nicht durch staatliche Einrichtungen weitergenutzt wurden, verfielen oder wurden beseitigt. Spätestens jedoch seit der politischen Wende in Osteuropa ist sowohl bei den zuständigen Behörden als auch in der Bevölkerung des Landes eine deutliche Kehrtwendung zu spüren, die diesem gemeinsamen kulturellen Erbe von Deutschen und Polen wieder neue Überlebenschancen eröffnet.
    Die Wanderausstellung, entstanden in deutsch-polnischer Zusammenarbeit, illustriert sieben Jahrhunderte Adelsgeschichte dieser bemerkenswerten Region Schlesiens. In thematischen Exkursen werden verschiedene Aspekte zur Architektur der Schlösser, ihrer Auftraggeber und ihrer heutigen Bedeutung für die Kulturlandschaft beleuchtet. Zudem werden etwa dreißig ausgewählte, in Kurzbiographien beschriebene und mit historischem und aktuellem Bildmaterial illustrierte Adelssitze vorgestellt.
    Ein deutsch-polnisches Ausstellungsprojekt von Monumenta Silesiae e.V., Görlitz, und dem Muzeum Ziemia Kłodzkiej/Museum des Glatzer Landes, Kłodzko/Glatz.

    Idee, Konzeption und Projektleitung: Arne Franke M. A., Berlin
    Layout: Hubert Graml, Berlin

    Presseberichte (Auswahl)

    Haus Schlesien, Bonn-Königswinter (2008)

    Schlesisches Museum, Görlitz (2008)

    Herder Institut, Marburg (2008)

    Rathaus, Bensheim (2009)

    Deutschordenskommende, Buro (2009),

    Schloss Caputh, Caputh (2010)

  • Schlösser in der Grafschaft Glatz

    Ein fast vergessenes Kulturerbe

    Volkshochschule Dresden
    Archiv 2024

    Die Grafschaft Glatz, eine Grenzregion zwischen Schlesien und dem historischen Böhmen, besticht nicht allein durch die zahlreichen, heute wieder auflebenden Heilbäder und die malerische Landschaft der umgebenden Gebirge, sondern auch durch die hohe Konzentration an wertvollen und erhaltenswerten Baudenkmälern. Rund 80 Burgen, Schlösser und Herrenhäuser in hoher künstlerischer Qualität finden sich in der Grafschaft Glatz. Diese sind ein architektonisches Spiegelbild der wechselhaften Landesgeschichte unter polnisch-piastischer, böhmischer, habsburgischer, dann preußischer und bis 1945 deutscher Hoheit.

    Der Vortrag schildert anhand historischem und aktuellem Bildmaterial die Geschichte des Landes und seiner Adelssitze – und zeigt neben den traurigen Beispielen für den nach 1945 einsetzenden rapiden Schlösserverfall einige der inzwischen zahlreichen Revitalisierungsprojekte. Zu diesen zählen beispielsweise die einst den Grafen Herberstein gehörende frühbarocke Schlossanlage von Grafenort/Gorzanów, ebenso wie die Schlösser von Mittelsteine/Ścinawka Średnia oder Scharfeneck/Sarny. Auch die inzwischen als elegante Schlosshotels und -pensionen genutzten Schlösser Kunzendorf/Trzebieszowice, Kamnitz/Kamieniec oder  Pischkowitz/Piszkowice werden in diesem Vortrag entsprechend vorgestellt.

    Im Juni 2024 wird dazu eine mehrtägige Studienreise angeboten. Nährere Informationen dazu hier.

    Veranstaltungsort

    VHS Dresden
    Annenstraße 10
    01067 Dresden
    Tel.: 0351/25440-24

    Mailadresse

    VHS Dresden/Programm

  • Schlösser, Schlote und Magnaten

    Adelssitze in Oberschlesien

    Volkshochschule Dresden
    Archiv 2024

    Auch in Oberschlesien findet sich eine sehr hohe Dichte an Adelssitzen, verbunden mit zum Teil weitläufigen Parkanlagen. Insbesondere mit der Industrialisierung und dem damit zunehmenden Wohlstand von Adel und Großbürgertum wurden zahlreiche Schlösser aufwändig umgebaut und vergrößert. Zu den größten Residenzen der Zeit gehörten die Schlösser der Grafen Hochberg und Fürsten von Pless in Pless/Pszczyna, der Gräflichen Familie von Ballestrem in Plawniowitz/Pławniowice und das pittoreske Schloss der Familie von Tiele-Winckler in Moschen/Moszna.

    Zum renaissancezeitlichen und barocken Kulturerbe zählen beispielsweise die Schlösser Zyrowa/Żyrowa und Oberglogau/Glogówek, in dem Ludwig van Beethoven 1806 zu Gast war und seinem Gastgeber, dem Grafen Franz von Oppersdorf seine 4. Symphonie widmete. Beide befinden sich derzeit „in restauro”, wohingegen das neogotische Schloss in Lubowitz/Łubowice, in dessen Vorgängerbau der Schriftsteller und Lyriker Joseph von Eichendorff 1788 das Licht der Welt erblickte, weiterhin eine malerische Schlossruine bleiben wird.

    Der reich illustrierte Vortrag spannt anhand historischem und aktuellem Bildmaterial den Bogen von den piastischen Residenzen des Spätmittelalters bis zur heutigen Zeit und berücksichtigt dabei nicht nur die großen Familien und ihre Häuser, sondern zeigt auch die politischen Brüche – insbesondere nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg – auf.

    Im Juni 2024 wird dazu eine mehrtägige Studienreise angeboten. Nährere Informationen dazu hier.

    Veranstaltungsort

    VHS Dresden
    Annenstraße 10
    01067 Dresden
    Tel.: 0351/25440-24

    Mailadresse

    VHS Dresden/Programm

  • Schlösser und Gutshäuser in der Neumark

    Erkundung einer „terra incognita“

    Archiv

    Reiseziel in den Jahren 2016, 2017, 2024

    Die etwa 100 Kilometer östlich Berlins sich erstreckende Neumark, jenseits der Oder und damit seit 1945 in Polen liegend, ist mit seiner reichen Kulturgeschichte sowohl für Polen als für Deutsche zumeist eine völlige „terra incognita“. 

    Die im Mittelalter als „terra transoderana“ bezeichnete, dünn von Slawen besiedelte Region stand zunächst unter der Herrschaft der polnischen bzw. schlesischen Piasten. Deren Besiedlungspolitik zog ab dem 12. Jahrhundert zunehmend deutsche Kolonisten in das Land, für die Städte, Dörfer und Klöster gegründet wurden. Zudem kam das Gebiet zunehmend unter den Einfluss Brandenburgs, dessen östliche Grenzmark es ab Mitte des 13. Jahrhunderts wurde. Seither teilte das Land weitgehend das Schicksal von Altmark und Mittelmark, wurde mit dem 14. Jahrhundert integraler Bestandteil des Kurfürstentums, ab 1701 Provinz des Königreichs Preußen und verlor den Namen Neumark schließlich, nachdem die Region 1815 in der neu eingerichteten Provinz Brandenburg aufging.

    Mit dem Zweiten Weltkrieg wurden viele der Städte und Dörfer, die unmittelbar in der Hauptkampflinie östlich von Berlin lagen, wie beispielsweise die alte Residenzstadt Küsterin/Kostrzyn, schwer zerstört – nach dem Fall an Polen im August 1945 und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung versank die Region hinter dem „Eisernen Vorhang“ in nahezu völliger Bedeutungslosigkeit.

    Seit der politischen Wende in Ostmitteleuropa erfreuen sich die heutigen Polen gelegen Ostprovinzen Deutschlands einer wachsenden Beliebtheit bei deutschen Kulturtouristen. Doch nachdem Ost- und Westpreußen, Schlesien und auch Hinterpommern längst seine Liebhaber gefunden haben, fristet die Neumark – zu Unrecht – noch immer ein Schattendasein.

    Diese Studienreise begibt sich nun auf die Spurensuche der wechselvollen Geschichte und ergründet diese anhand seines architektonischen Erbes, das mit großartigen Stadt- und Dorfkirchen, wie der im Wiederaufbau begriffenen Marienkirche von Königsberg/Chojna oder der ehemaligen Wallfahrtskirche in Brietzig/Brzesko, eindrucksvollen Adelssitzen, wie der einstigen Johanniter-Burganlage in Lagow/Łagów, des klassizistischen Schlosses von Prillwitz/Przelewice, des Neuen Schlosses in Königswalde/Lubniewice oder des exzellent restaurierten neugotischen Schlosses von Merenthin/Mierzęcin. Daneben waren es auch die geistlichen Orden, die sich bei der Erschließung des Landes verdient gemacht haben, ob nun die Zisterzienser des heute exzellent restaurierten Klosters von Paradies/Gościkowo oder die Ordensritter der Johanniter, die in Sonnenburg/Słońsk ihren Balleisitz hatten.
    Neben gut erhaltenen und restaurierten Bauwerken werden wir auf dieser Reise u. a. am Beispiel des Schlosses Dölzig/Dolsk, der ehemaligen Hohenzollernresidenz in Wildenbruch/Swobnica oder des Fachwerkgutshauses von Niepölzig/Niepołcko einige erstaunliche Wiederaufbauprojekte kennenlernen, die das zunehmende Engagement der polnischen Nachbarn für das gemeinsame Kulturerbe von Deutschen und Polen belegen.

    Als Logis haben wir die zu komfortablen Hotels adaptierten Schlösser Waitzen/Wiejce und Mehrenthin/Mierzęcin zur Verfügung.

  • Kirchenburgen in Siebenbürgen

    Kirchenburgen und Städte im „wehrhaften Sachsenland“

    Archiv

    Studienreise in Kooperation mit der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern, Waren/Müritz

    Reiseziel im Jahr 2024

    In kaum einer anderen Region Europas wird der Choral Martin Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“ architektonisch so versinnbildlicht wie durch die im südlichen Siebenbürgen gelegene Kirchenburgenlandschaft. Geschaffen durch die seit dem späten 12. Jahrhundert in den Karpatenbogen eingewanderten „Siebenbürger Sachsen“ entstanden infolge der osmanischen Bedrohung ab dem späten 14. Jahrhundert mehr als 300 dieser wehrhaften Gesamtensembles.

    Schon früh fand die Reformation auch bei den Siebenbürger Sachsen einen starken Widerhall. Nachdem der Reformator Johannes Honterus 1547 für diese die „Kirchenordnung aller Deutschen in Siebenbürgen“ verfasst hatte, war das „wehrhafte Sachsenland” eine evangelisch-lutherische Enklave im Südosten Europas.

    Sie besichtigen neben dem Weltkulturerbe-Dorf Deutsch-Weißkirch/Viscri und dem ehemaligen Bischofssitz in Birthälm/Biertan auch einige weniger bekannte, aber für die einstige oder heutige Entwicklung des Landes exemplarische Dörfer mit beeindruckenden Kirchenburgen, in deren Gotteshäuser wir den reformationsbedingten Veränderungen im Kirchenbau nachspüren, aber auch den bewahrenden Charakter des Luthertums kennen lernen, der bemerkenswerte Teile des vorreformatorischen Kulturerbes konservierte und weiterhin in Ehren hielt.
    Nicht weniger faszinierend sind die Städte Siebenbürgens, deren Architektur beredte Abbilder der kulturellen Leistungen der „Sachsen“ sind. Nach Hermannstadt/Sibiu, der „Kulturhauptstadt Europas“ im Jahre 2007 erkunden wir Mediasch/Mediaș , die unter UNESCO-Schutz stehende Stadt Schäßburg/Sighişoara und das pulsierende Kronstadt/Brașov.

    Zudem begegnen wir zahlreichen beeindruckenden Persönlichkeiten und Organisationen, die sich für den Erhalt der einzigartigen Kultur Siebenbürgens einsetzen. Sie berichten aus erster Hand über ihre Projekte und öffnen damit neue Perspektiven auf die Region, ihre Chancen und Herausforderungen.


    Literaturhinweise

    Arne Franke
    „Das wehrhafte Sachsenland“

    Arne Franke
    „Städte im südlichen Siebenbürgen“

    Arne Franke
    „Hermannstadt“

    Arne Franke
    „Kronstadt“

  • Schlossbau des 19. Jahrhunderts in Schlesien

    Vortrag im Rahmen der dt.-poln. Fachtagung

    Kloster St. Marienthal
    Archiv 2021


    Tagung: Schlösser und Herrenhäuser des Historismus in Nieder- und Oberschlesien sowie der historischen Neumark

    Mit der zunehmenden Prosperität Schlesiens infolge der erfolgreichen Landwirtschaft (Stichwort: Zuckerrübenanbau) in Niederschlesien und der intensivierten Industrialisierung in Oberschlesien kam es seit Ende des 18. Jahrhunderts zu einer verstärken Bautätigkeit an Schlössern und Herrenhäusern, die einem zunehmenden Repräsentationsverständnis, aber auch dem gesteigerten Bedürfnis nach Wohnkomfort geschuldet war.

    Zunächst entstanden zahlreiche Adelssitze im Stil des Klassizismus, dessen Hauptvertreter, der in Landeshut/Kamienna Góra geborene Carl Gotthard Langhans gerade auch in seiner Heimat wichtige Impulse setze, die durch seine Schüler, darunter Carl Gottfried Geißler, fortgeführt und weiterentwickelt wurden. Nach den Befreiungskriegen war es Karl Friedrich Schinkel, der den Klassizismus vollendete – und mit der Neogotik ein neues Kapitel in der Baugeschichte des Landes aufschlug, das mit der Schlossanlage von Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki für Prinzessin Marianne von Oranien und der durch Oberbaurat Carl Wolf für Herzog Wilhelm II. von Braunschweig umgebauten Sommerresidenz Sibyllenort/Szczodre einen im Land unübertroffenen Höhepunkt erreichte.
    Aber auch die späteren Entwicklungen der Baugeschichte werden in diesem Vortrag gewürdigt und mit Beispielen belegt, wie den Residenzen der oberschlesischen Industriemagnaten, so dem im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Schloss Neudeck/Świerklaniec der Grafen Henckel von Donnersmark, der pittoresken Schlossanlage des Zink-Magnaten Tiele-Winckler in Moschen/Moszna oder dem heute als Forstakademie genutzten Schloss Brynnek/Brynek, das zu Anfang des 20. Jahrhunderts durch den Breslauer Architekten Karl Grosser in beeindruckenden Neobarockformen umgebaut wurde.

    Veranstaltungsort

    Kloster St. Marienthal, Internationales Bildungszentrum
    St. Marienthal 10
    02899 Ostritz
    Tel.: +49 (0) 35823/77-0

    Website des Veranstalters

    Kulturstiftung der Deutschen Vertriebenen

    Programm

    Zusammenfassung des Programms

    Programmablauf

  • Schlösser und Gärten der Grafschaft Glatz

    Ein zweites „Schlesisches Elysium“?

    Schloss Krobnitz
    Archiv 2023

    Im Glatzer Land/Kotlina Kłodzka (Polen), durch seine zahlreichen Kurbäder vom frühen 18. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg europaweit als „Gesundbrunnen Deutschlands“ bekannt, befanden sich rund achtzig Schlösser und Herrenhäuser von zum Teil überregionaler Bedeutung.

    Bis vor wenigen Jahren war der Zustand der heute noch erhaltenen Anlagen noch überaus besorgniserregend, viele standen leer und harrten denkmalbewusster Enthusiasten und Investoren.
    Doch neben einigen, nach wie vor akut gefährdeten Residenzen, wie dem Schloss Eckersdorf/Bożków nördlich von Glatz sind inzwischen die meisten kleinen und großen Adelssitze in guten Händen – etliche sind schon mustergültig renoviert oder derzeit noch in „in restauro“.

    Längst herrscht in der zeitweise fast vergessen geglaubten Kulturlandschaft eine hoffnungsvolle Aufbruchstimmung – ähnlich wie im Hirschberger Tal/Kotlina Jeleniogórska, das als „Schlesisches Elysium“ längst über die polnischen Landesgrenzen hinweg bekannt ist und als Musterregioin für die Revitalisierung von Schlössern und Herrenhäusern gelten kann.

    Der Vortrag schildert anhand historischem und aktuellem Bildmaterial die Geschichte des Landes und seiner Adelssitze – und zeigt neben den traurigen Beispielen für den nach 1945 einsetzenden rapiden Schlösserverfall die inzwischen zahlreichen Revitalisierungsprojekte. Zu diesen zählen beispielsweise die einst den Grafen Herberstein gehörende frühbarocke Schlossanlage von Grafenort/Gorzanów, ebenso wie die Schlösser von Mittelsteine/Ścinawka Średnia oder Scharfeneck/Sarny. Auch die inzwischen als elegante Schlosshotels und -pensionen genutzten Schlösser Kunzendorf/Trzebieszowice, Kamnitz/Kamieniec oder  Pischkowitz/Piszkowice werden in diesem Vortrag entsprechend vorgestellt.

    Veranstaltungsort

    Schloss Krobnitz
    Am Friedenstal 5
    02894 Reichenbach/Oberlausitz
    Tel.: 035828/88700

    Mailadresse
    Museum Schloss Krobnitz
    Veranstaltungslink

  • Kirchenburgen und Wehrkirchen in Europa

    Beispiele und Lösungsansätze zur Revitalisierung

    Tagung
    „Siebenbürgische Kirchenburgen“
    Archiv 2023

    Im Rahmen der viertägigen Tagung „Siebenbürgische Kirchenburgen: Kunsthistorische Bedeutung, Strategien der Befundsicherung, Denkmalschutz und Nutzungskonzepte“ werde ich über das gesamteuropäische Problem leerstehender Kirchen referieren. Diese zu erhalten, für diese ggf. Umnutzungskonzepte zu entwickeln und sowohl die Gotteshäuser als auch – speziell in Siebenbürgen – die leerstehenden Pfarrhäuser und Schulen zu revitalisieren, ist eine gewaltige Aufgabe, der sich nicht nur die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien stellt.
    In einigen Ländern, beispielsweise Großbritannien oder Frankreich, blickt man auf eine jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit gefährdeten Sakralbauten zurück, die, angepaßt an das geographische, gesellschaftliche und soziale Umfeld, auch Denkanstöße für gefährdete Kirchenburgen in Siebenbürgen liefern können.

  • „Behalten versus Veräußern“

    Welche Strategie dient dem Erhalt der Kirchenburgen?

    Stiftung Kirchenburgen
    Online (Zoom)
    Archiv 2023

    Das Kirchenburgengespräch zwischen Dr. Bruno Fröhlich (Bezirksdechant und Stadtpfarrer in Schäßburg) und Arne Franke M. A. (Kunsthistoriker und Denkmalpfleger aus Berlin) soll der Frage nachgehen, welche Strategie dem Erhalt der Kirchenburgen dienen könnte.
    Dabei stellen wir unter anderem folgende Fragen: Nach welchen Kriterien wird eine Immobilie evaluiert? In welchen Fällen kann die Veräusserung sinnvoll sein? Gibt es in der Landeskirche oder zwischen den Bezirkskonsistorien eine Absprache zum Umgang mit ungenutzten Immobilien? Gibt es gute Beispiele der Veräusserung, denen man folgend kann/soll? Wo liegen die Chancen und Risiken der Veräusserung?