Kategorie: Publikationen

  • Kronstadt – Braşov

    Ein kunstgeschichtlicher Rundgang durch die Stadt unter der Zinne

    Kronstadt/Braşov, am Rande des südöstlichen Karpatenbogens im Burzenland gelegen, gilt heute mit seinen sich weit über die alten Stadtgrenzen in die Ebene ergießenden Gewerbegebieten als eines der wichtigsten Wirtschaftszentren Rumäniens. Zwischen 1211 und 1225 wurde die Stadt durch den Deutschen Orden gegründet und durch Siebenbürger Sachsen besiedelt. Umgeben von hohen Bergen, deren südöstlicher Kamm, die Zinne, einen hervorragenden Blick auf die Metropole bietet, entwickelte sich im Talkessel die mittelalterliche Stadt „Corona“ zu einer der bedeutendsten Fernhandelsmetropolen. Umgeben von mächtigen Wehrmauern, war sie ein uneinnehmbares Bollwerk gegen die osmanischen Eroberungszüge.

    Heute wird das architektonische Bild des Stadtkerns zumeist von Bauten des 18. und 19. Jahrhunderts bestimmt, die nach dem großen Brand von 1689 entstanden. Städtebaulicher Höhepunkt ist neben dem ausgedehnten Marktplatz mit dem barock umgebauten Rathaus die „Schwarze Kirche“, deren von Brandspuren gezeichnetes Äußeres ihr den Namen gaben. Das imposante gotische Gotteshaus, das als östlichster Kathedralbau mitteleuropäischer Prägung in die Kunstgeschichte eingegangen ist, besitzt neben vielen wertvollen Kunstschätzen heute eine der bedeutendsten Sammlungen anatolischer Teppiche Europas. Sie war zudem Ausgangsort für die Reformation in Siebenbürgen ab 1543.

    Auffallend ist auch die Zahl an Gotteshäusern anderer Religionsgemeinschaften. So stehen die barocke katholische Kirche, die orthodoxe Nikolauskirche in der rumänisch besiedelten Oberen Vorstadt (rum.: Schei) sowie die jüngst restaurierte Synagoge als architektonische Zeichen für die unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und Ethnien in der Stadt und gleichsam für die vielschichtige Geschichte Siebenbürgens.

    Dieser Band aus der Reihe „Große Kunstführer“ erscheint gleichzeitig als zweiter Band der Reihe „Große Kunstführer in der Potsdamer Bibliothek östliches Europa“, die in Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und dem Verlag Schnell & Steiner herausgegeben wird.


    Mit einer historischen Einführung von Dr. Harald Roth


    Arne Franke: Kronstadt – Braşov
    Schnell & Steiner, Regensburg (2. Auflage/2013)
    48 Seiten
    45 Illustrationen, 2 Pläne
    Format 17 x 24 cm
    fadengeheftet; Hardcover
    ISBN-13: 978-3-7954-2687-3
    Preis: 9,95 €

  • Schlösser und Herrenhäuser in der Grafschaft Glatz

    Ein Architektur- und Parkreiseführer

    Die Grafschaft Glatz, eine Grenzregion zwischen Schlesien und dem historischen Böhmen, besticht nicht allein durch ihre landschaftliche Schönheit, sondern besitzt rund 80 Burgen, Schlösser und Herrenhäuser, die ein architektonisches Spiegelbild der wechselhaften Landesgeschichte unter polnisch-piastischer, böhmischer, habsburgischer, dann preußischer und bis 1945 deutscher Hoheit sind. In der als kulturhistorischer Reiseführer konzipierten Bestandsaufnahme werden sämtliche Adelssitze ausführlich beschrieben, ergänzt durch Anreiseempfehlungen, ein Glossar, Kurzbiographien der wichtigsten Personen und ein ausführliches deutsch-polnisches Register.

    Im Mittelalter Zankapfel zwischen dem böhmisch přemyslidischen Reich im Süden und den Herrschaftsansprüchen der polnischen Piasten im Norden kam die Grafschaft Glatz 1137 endgültig zum Königreich Böhmen. Mit dem Übergang der Krone an das Haus Habsburg 1526 geriet auch das Mitte des 15. Jahrhunderts zur Grafschaft erhobene Land zunehmend unter den künstlerischen Einfluss des Wiener Hofes, den die Eroberung Schlesiens und der Grafschaft Glatz durch Friedrich den Großen abrupt beendete. Eine jähe Zäsur setzte der Zweite Weltkrieg, der selbst keine Spuren in der Grafschaft hinterlassen hatte, mit der darauf folgenden Vertreibung der angestammten Bevölkerung und der Ansiedlung polnischer Einwohner, die zumeist selbst als Vertriebene vornehmlich aus den an die Sowjetunion gefallenen polnischen Ostgebieten stammten. Nur vereinzelt wurde das ihnen zugefallene Kulturerbe gepflegt, so dass diese reiche Kunstlandschaft in den Dämmerschlaf verfiel. Erst mit der politischen Wende in Ostmitteleuropa nahmen auch weite Kreise der Bevölkerung die böhmisch-deutsche Geschichte dieses Landes an, was sich unter anderem in der nun zunehmend gebräuchlichen polnischen Landesbezeichnung „Hrabstwo kłodzkie” – Grafschaft Glatz – widerspiegelt.

    Aufgrund ihrer zahlreichen Heilbäder war diese Region bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs überregional als „Gesundbrunnen Deutschlands“ bekannt. Doch nicht nur die zahlreichen, heute wieder auflebenden Heilbäder und die malerische Landschaft der umgebenden Gebirge locken als Reiseziele, sondern auch die hohe Konzentration an wertvollen und erhaltenswerten Baudenkmälern. Während in den älteren Reiseführern, bei denen die Grafschaft Glatz zumeist nur als Teil Schlesiens Widerhall findet, vorwiegend die „sakrale Landschaft“ mit zahlreichen Kirchen und Klöstern, aber auch Kapellen, Wegekreuzen und Bildstöcken charakterisiert wird, erschließt nun das in Arbeit begriffene Buch eine faszinierende Schlösserlandschaft, der sich auch schon die derzeit durch Deutschland und Polen wandernde Ausstellung „Ein vergessenes Arkadien. Schlösser und Parkanlagen der ehemaligen Grafschaft Glatz“ widmet.

    Mit insgesamt achtzig Burgen, Schlössern und Parkanlagen bietet das Glatzer Land eine reichhaltige Fülle herrschaftlicher Bauten, die häufig in Größe und künstlerischer Qualität ihren architektonischen Vorbildern im böhmischen Kernland um nichts nachstehen. Dazu zählt insbesondere die Schlossanlage von Grafenort/Gorzanów, die zu den bedeutendsten frühbarocken Residenzen des Sudetenraumes zählt. Leider befindet sich die Anlage in einem inzwischen höchst bedenklichen Zustand – einen Besuch ist sie aber in jedem Falle wert. Auch die Schlösser von Eisersdorf/Żelazno, bestens erhalten und heute als Ferienheim der oberschlesischen Montanindustrie genutzt, Eckersdorf/Bożków, das heute wieder einen neuen Eigentümer sucht oder Kunzendorf/Trzebieszowice, das seit Anfang 2008 als luxuriöses Hotel seinen einstigen Glanz zurückerhalten hat, sind allein schon eine Reise wert. Aber selbst die kleinen, zunächst unscheinbaren Herrenhäuser waren reich mit Sgraffitodekorationen, Wandmalereien und kunstvollen Steinmetzarbeiten ausgestattet, von denen beispielsweise das Schloss von Niederschwedeldorf/Szalejów Dolny oder das kaum bekannte Renaissanceherrenhaus von Reyersdorf/Radochów noch einen guten Eindruck vermittelt.

    Erste Hoffnungen sind nun auch geweckt, dass sich die Region touristisch weiterentwickeln wird, nachdem das westlich benachbarte Hirschberger Tal/Kotlina Jeleniogórska gerade wegen seiner hohen Dichte an Schlössern und Parkanlagen zu einem Hauptreiseziel innerhalb Schlesiens geworden ist. Das vorliegende Buch ist vordergründig als handlicher und praktikabler Reiseführer konzipiert, wobei zu jedem der Bauten neben einer Kurzbeschreibung, einer Bau- und Eigentümergeschichte und zahlreichen historischen und aktuellen Abbildungen auch eine Anfahrtsbeschreibung sowie Kommentare zur Zugänglichkeit dem Reisenden die Entdeckungsfahrten erleichtern. Gleichzeitig versteht sich das Buch auch als Bestandsdokumentation, die nicht nur die heute noch erkennbaren künstlerischen Spuren, wie Sgraffitodekorationen, Wandmalereien und Stuckdecken erfasst, sondern auch den derzeitigen Stand der deutschen und polnischen Schlösserforschung ebenso wie das denkmalpflegerische Bemühen um den Erhalt dieses „gemeinsamen Kulturerbes von Deutschen und Polen“ reflektiert.

    Das landschaftliche Potential und eine noch höhere Konzentration an wertvollen Baudenkmälern, dem inzwischen so beliebten „schlesischen Elysium“, dem Hirschberger Tal Konkurrenz zu machen, hat die Grafschaft Glatz auf jeden Fall.


    Arne Franke und Katrin Schulze: Schlösser und Herrenhäuser in der Grafschaft Glatz
    Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn, Würzburg (1. Auflage/2009)
    328 Seiten
    mehr als 400 Abbildungen, 1 Karte, zahlreiche Grundrisse
    Format 14,5 x 22 cm
    gebunden; Hardcover
    ISBN: 978-3-87057-297-6
    Preis: leider vergriffen – nur noch antiquarisch erhältlich

  • Städte im südlichen Siebenbürgen

    Zehn kunsthistorische Spaziergänge

    Der kulturhistorische Reiseführer bietet auf 360 reich illustrierten Seiten in zehn kunsthistorischen Spaziergängen ausführliche Informationen zu den Städten des südlichen Siebenbürgens, darunter der Kulturhauptstadt Europas des Jahres 2007 Hermannstadt/Sibiu, dem pulsierenden, im südöstlichen Karpatenbogen liegenden Kronstadt/Braşov, Mediasch/Mediaș mit einer bemerkenswerten Stadtkirchenburg sowie dem unter UNESCO-Schutz stehenden Schäßburg/Sighişoara.

    Wie den Kirchenburgen wuchs den von den „Siebenbürger Sachsen“ gegründeten Städten mit ihren architektonischen Ensembles im Laufe der Jahrhunderte europäische Bedeutung zu. Gerade Hermannstadt/Sibiu, das mit Luxemburg zur Europäischen Kulturhauptstadt 2007 gekürt und dessen Altstadt hervorragend restauriert wurde, weist einen schier unerschöpflichen Bestand an Baudenkmälern auf.

    Kronstadt/Braşov bietet neben einem bemerkenswerten Stadtbild und großen Teilen einer gut erhaltenen Stadtmauer mit seiner berühmten „Schwarzen Kirche“ eines der bedeutendsten Gotteshäuser Südosteuropas.

    Während das mittelalterliche Stadtbild von Schäßburg/Sighişoara in den Rang des Weltkulturerbes erhoben wurde, hat sich im westlich davon liegenden Mediasch/Mediaş die einzige Stadtkirchenburg des Landes erhaltenen.

    Berühmt sind auch Mühlbach/Sebeş mit seiner durch Parlerschüler errichteten Pfarrkirche ebenso wie die Kathedrale von Karlsburg/Alba Iulia, der alten „Hauptstadt“ Siebenbürgens.

    Unter den kleineren Städten nimmt Fogarasch/Făgăraş, das zeitweise Sitz der walachischen Fürsten war, einen besonderen historischen Rang ein.

    Schließlich ergänzen noch kurze Spaziergänge durch Broos/Oraştie, dessen Burg sowohl eine sächsisch-lutherische, als auch eine ungarisch-unierte Kirche umgibt, Elisabethstadt/Dumbraveni, das im 18. Jahrhundert durch Armenier besiedelt wurde, und Großenyed/Aiud, das mit seiner beeindruckenden Kirchenburg am Mieresch/Maroş liegt, das vielfältige Bild siebenbürgischer Städte.

    Die mit aktuellen und historischen Abbildungen reich illustrierten Städtebiographien werden durch Stadtpläne, eine Ortsnamenskonkordanz (deutsch-rumänisch-ungarisch), Kurzbiographien der wichtigsten genannten Personen, einem Glossar sowie detaillierten Personen- und Ortsregistern ergänzt.

    Beigelegt ist eine zweisprachige Orientierungskarte.

    Mit einer historischen Einführung von Dr. Harald Roth


    Arne Franke: Städte im südlichen Siebenbürgen – Zehn kunsthistorische Spaziergänge
    Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam (1. Auflage/2010)
    360 Seiten
    zahlreiche farbige und schwarzweiße Ansichten, Grundrisse
    Format 15 x 19 cm
    Gebundene Ausgabe
    ISBN-13: 978-3-936168-42-6
    reduzierter Preis ab 10.2013: 14,80 €

  • Tagungsband Denkmalgerechte Revitalisierung

    Denkmalgerechte Revitalisierung funktionslos gewordener Schlossbauten – Schloss Sztynort/Steinort in Polen


    (zweisprachige Ausgabe deutsch/polnisch)


    Der Beitragsband der vom 17.-18. November 2011 in Görlitz veranstalteten Tagung widmet sich dem Wiederaufbauprojekt des Schlosses Steinort in Masuren (Polen), dessen letzter deutscher Eigentümer vor 1945, Heinrich Graf von Lehndorf, als einer der führenden Beteiligten des Hitlerattentats vom 20. Juli 1944 hingerichtet worden war. Das durch jahrelange Vernachlässigung fast zur Ruine verkomme Schloss wird seit 2009 durch die Deutsch-polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz, Görlitz baulich gesichert.

    Zur Tagung konnte die DPS in Görlitz zusammen mit den Mitorganisatoren PNF, Fundacja Dobro Kultury aus Słubice und dem Görlitzer Fortbildungszentrum für Handwerk und Denkmalpflege e.V. eine vom Auswärtigen Amt maßgeblich geförderte sowie mit einer Zuwendung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und der Unterstützung der Stadt Görlitz bedachte internationale Denkmalkonferenz mit dem Titel „Erhaltung des europäischen Kulturerbes – Denkmalgerechte Revitalisierung funktionslos gewordener Schlossbauten am Beispiel des Projekts Schloss Sztynort/Steinort in Polen“ durchführen. Die Wahl auf Görlitz als Tagungsort im Dreiländereck Polen, Tschechien, Deutschland hatte mit der Hauptzielgruppe der Teilnehmer und damit zu tun, dass hier den regionalen Entscheidern (Vize-Marschallin, Staroste, Bürgermeister Angerburg, Vertreter der Woiwodschaft), die das Schicksal von Schloss Steinort mitbestimmen können, zwei von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz geförderte Einrichtungen vorgeführt werden konnten, die PNF und DPS in vergleichbarer Form in ihrem Nutzungskonzept für Steinort angedacht haben, und zwar das Görlitzer Fortbildungszentrum für Handwerk und Denkmalpflege e.V. und die Jugendbauhütte Görlitz. Dankenswert haben der polnische Kulturminister Bogdan Zdrojewski und die Beauftragte für die deutsch-polnische Zusammenarbeit und Staatsministerin im Auswärtigen Amt Cornelia Pieper MdB, die Schirmherrschaft über die Denkmalfachtagung übernommen. Staatsministerin Pieper ist es dann auch gewesen, die aufgrund ihres von den verstorbenen DPS-Vorstandsvorsitzenden Prof. Andrzej Tomaszewski und Prof. Gottfried Kiesow für Schloss Steinort entfachten Interesses den Weg zur Entwicklung und Antragstellung für die internationale Denkmalkonferenz bereitet hat, an der an beiden Tagen jeweils 120 Personen teilgenommen haben, davon wie erhofft, jeweils die Hälfte aus Polen.
    (Quelle: website der DPS)

    Im Beitragsband sind, neben den Grußworten der Veranstalter und der Zusammenfassung der Podiumsdiskussion durch den Geschäftsführer der DPS, Dr. Peter Schabe, elf fachliche Beiträge zu lesen, darunter:

    Achim Krekeler, Marcin Górski, Peter Krämer
    Schloss Steinort – Rettungskonzept aus der Sicht des Architekten

    Christofer Hermann
    Museale Nutzung von Schloss Steinort

    Andreas Vogel
    Schloss Steinort – Projekt Internationales Fortbildungszentrum „Denkmalpflege im Handwerk“

    Vlastislav Ouroda, Jarmila Hansova
    Über den Umgang mit den leerstehenden Schlössern und Herrenhäusern in der Tschechischen Republik am Beispiel Südböhmens

    Krzystof Korzen
    Erfolge und Probleme bei der Wiederherstellung und Nutzung der Schlösser und Parkanlagen im Hirschberger Tal

    Elisabeth von Küster
    20 Jahre Schloss Lomnitz. Wiederaufbau – heutige Nutzung – Zukunftspläne

    Arne Franke
    Innovative Revitalisierungskonzepte für leerstehende Schlösser in Großbritannien und Siebenbürgen – zukünftige Konzepte auch für Schlesien?


    Denkmalgerechte Revitalisierung funktionslos gewordener Schlossbauten am Beispiel des Projekts Schloss Sztynort/Steinort in Polen
    Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz (Hrsg.)(1. Auflage/2012)
    131 Seiten
    Format 23,5 x 16,5 cm
    Paperback
    ISBN: 978-3-00-037630-6

     

  • Das wehrhafte Sachsenland

    Kirchenburgen im südlichen Siebenbürgen

    Siebenbürgen ist eine Kulturlandschaft, die maßgeblich durch die Kirchenburgen der „Siebenbürger Sachsen“ geprägt ist. Zur Grenzsicherung und Urbarmachung des Landes riefen ungarische Könige seit dem 12. Jahrhundert deutsche Siedler in den Karpatenbogen. Auf Bedrohungen von außen, besonders auf Einfälle osmanischer Türken seit dem 14. Jahrhundert, reagierten die Bewohner mit der Befestigung ihrer Städte und Kirchen. In Siebenbürgen entwickelte sich ein engmaschiges Netz von Wehrkirchen, das in Europa einzigartig ist.

    Der kulturhistorische Reiseführer beschreibt ausführlich 150 dieser frühneuzeitlichen Anlagen. Die mit zahlreichen aktuellen und historischen Abbildungen illustrierten Kirchenburgenartikel werden durch vertiefende Kapitel zur Geschichte, Kunst- und Kulturgeschichte der Region ergänzt. Ein erläuterndes Glossar, eine deutsch-rumänische Ortsnamenskonkordanz, Kurzbiographien der wichtigsten genannten Personen sowie detaillierte Personen- und Ortsregister runden das Buch ab.

    Beigelegt ist eine zweisprachige Orientierungskarte mit Verortung aller erwähnten Kirchenburgen.


    Mit einer historischen Einführung von Dr. Harald Roth


    Arne Franke: Das wehrhafte Sachsenland – Kirchenburgen im südlichen Siebenbürgen
    Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam
    (2. aktualisierte Auflage/2010)
    456 Seiten
    zahlreiche farbige und schwarzweiße Ansichten, Grundrisse
    Format 15 x 19 cm
    Gebundene Ausgabe
    ISBN-13: 978-3-936168-56-3
    reduzierter Preis ab 10.2013: 14,80 €

  • Kaschau – Košice

    Ein kunstgeschichtlicher Rundgang durch die ostslowakische Metropole

    Kaschau/Košice war Kulturhauptstadt Europas 2013. Die zweitgrößte Stadt der Slowakei ist mit ihren etwa 500 registrierten Baudenkmälern, darunter dem zu den bedeutendsten gotischen Sakralbauten Ostmitteleuropas zählenden Elisabeth-Dom, von herausragendem architekturgeschichtlichem Rang.

    Der mit aktuellem und historischem Bildmaterial reich illustrierte Rundgang bietet eine detaillierte Charakterisierung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, darunter der Elisabethkirche mit einem der größten gotischen Flügelaltäre Europas, der barocken Prämonstratenserkirche, den Klosterkirchen der Franziskaner, Dominikaner und Ursulinen, mehreren Synagogen, dem neobarocken Opernhaus sowie zahlreichen Bürgerhäusern mit Fassaden allen Stilepochen seit der Gotik.

    Dabei wird die architektonische Entwicklung als Spiegel des Zusammenlebens der einst deutschsprachigen Bevölkerungsmehrheit mit der seit dem 14. Jahrhundert zunehmenden ungarischen Bürgerschaft und den slowakischen Handwerkern sowie den später zugewanderten jüdischen Einwohnern gezeigt.

    Dieser Band aus der Reihe „Große Kunstführer“ erscheint gleichzeitig als sechster Band der Reihe „Große Kunstführer in der Potsdamer Bibliothek östliches Europa“, die in Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und dem Verlag Schnell & Steiner herausgegeben wird.

    Mit einer historischen Einführung von Dr. Harald Roth

    Arne Franke: Kaschau – Košice
    Schnell & Steiner, Regensburg (1. Auflage/2013)
    56 Seiten
    45 Illustrationen, 2 Pläne
    Format 17 x 24 cm
    fadengeheftet; Hardcover
    ISBN-13: 978-3-7954-2614-9
    Preis: 9,95 €

  • Kleine Kulturgeschichte der schlesischen Schlösser

    150 Adelssitze im Portrait. Band 1. Niederschlesien

    Das vorliegende Buch bietet 150 Portraits ausgesuchter Schlösser Niederschlesiens, eingebettet in ein Kompendium zur Kulturgeschichte dieser Baugattung, das durch ein ausführliches Glossar, Kurzbiographien der wichtigsten Personen und ein ausführliches deutsch-polnisches Register ergänzt wird.
    Besonderen Wert wurde auch auf die Bildauswahl gelegt, die gerade auch zum Teil noch nie veröffentlichtes historisches Material zeigt, beispielsweise aus den reichhaltigen Sammlungen des Herder-Instituts Marburg, in dem Teile des „Niederschlesischen Bildarchivs“ des letzten Provinzialkonservators von Schlesien aufbewahrt werden oder einem bisher nahezu unbekannten Band der […]Topographia […] des barocken Ansichtenzeichners Friedrich Bernhard Werner.

    Das durch den Kunsthistoriker und Herausgeber Arne Franke inhaltlich konzipierte Buch fußt auf dessen Datenbank, in der er seit mittlerweile 20 Jahren alle herrschaftlichen Anlagen des Landes erfasst. Mittlerweile sind in dieser nahezu 3.000 Objekte für ganz Schlesien verzeichnet – somit bietet diese eine solide Grundlage, aus dieser eine repräsentative Auswahl an Schlossbauten zu treffen, die charakteristisch für die Kulturgeschichte des Landes sind.

    Den inhaltlichen Schwerpunkt des Buches bildet die Darstellung der wichtigsten wohlerhaltenen bzw. restaurierten Adelssitze in bebilderten Kurzmonographien mit historischen Anmerkungen zur Bau- und Eigentümergeschichte sowie knappen Baubeschreibungen, die summarisch einen Überblick über fast 700 Jahre Baugeschichte Schlesiens umreißen. Zudem werden in dem Handbuch aber auch Bauten berücksichtigt, deren derzeitiger Zustand kaum noch eine Instandsetzung erhoffen lässt, die durch mangelnde Bauunterhaltung, Brandkatastrophen oder Vandalismus inzwischen zu eindrucksvollen Ruinen geworden sind – und damit umso mehr das wechselvolle Schicksal dieses einst so reichen Landes illustrieren.

    Der Band enthält zudem ein ausführliches Personen- und Ortsregister, abgerundet durch ein Kapitel mit zahlreichen Personenbiographien sowie ein Glossar zu historischen und kunstgeschichtlichen Fachbegriffen. Eine Übersichtskarte mit der Verortung der Schlösser und touristische Hinweise bei den zu besichtigenden Objekten vervollständigen diesen handlichen Führer und machen ihn zu einem praktikablen Cicerone.

    Unter Mitarbeit mehrerer deutscher und polnischer Autoren

    Arne Franke (Hg.):
    Kleine Kulturgeschichte der schlesischen Schlösser
    – 150 Adelssitze in Portrait –
    Band 1. Niederschlesien
    Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn, Görlitz
    (1. Auflage/2015)

    404 Seiten
    655 Illustrationen, Grundrisse sowie 1 Übersichtsplan
    Format 14,5 x 22 cm
    gebunden; Hardcover
    ISBN: 978-3-870-57336-2
    Preis: 29,90 €

  • Schloss Fürstenstein/Zamek Książ

    Die barocke „Perle Schlesiens“

    Nördlich von Waldenburg/Wałbrzych erhebt sich mit Schloss Fürstenstein/Zamek Książ die größte Adelsresidenz des Landes. Hervorgegangen aus einer piastischen Burg, war sie seit dem 16. Jahrhundert Sitz der Familie von Hochberg und Ziel zahlreicher illustrer Gäste. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts bot das Schloss der europäischen Aristokratie eine prunkvolle Bühne, auf der „Daisy von Pleß“, Gattin des Fürsten Hans Heinrich XV. von Hochberg-Pleß, Regie führte.

    In den 1920er Jahren folgten familiäre Zerrüttung, wirtschaftlicher Niedergang und letztlich die Enteignung der fürstlichen Familie durch das nationalsozialistische Regime. Ein zerstörerischer, nie vollendeter Umbau durch die „Organisation Todt“ verwüstete das prachtvolle Schlossinnere weitgehend.

    Ab den 1960er Jahren durch die polnische Administration wieder instand gesetzt, sind es nun die jüngsten Restaurierungsarbeiten an Schloss und Parkanlagen, die der „barocken Perle Schlesiens“ nun wieder neuen Glanz verliehen haben.


    Arne Franke: Schloss Fürstenstein/Zamkek Książ. Die barocke „Perle Schlesiens”
    (1. Auflage/2018)
    84 Seiten
    zahlreiche farbige und schwarzweiße Abbildungen
    Format 15 x 21 cm
    Broschierte Ausgabe
    Senfkorn-Verlag, Görlitz
    ISBN: 978-3-835-330-44-2
    Preis: 7,90 €

    Links zur Publikation

    Senfkornverlag, Görlitz

  • Das schlesische Elysium

    Burgen, Schlösser, Herrenhäuser und Parks im Hirschberger Tal

    Schlesien, das Brückenland zwischen West- und Osteuropa erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei deutschen und polnischen Kulturreisenden. Dies hat seine Ursache in der vielfältigen Geschichte des Landes unter polnisch-piastischer, böhmischer, habsburgischer, dann preußischer und bis 1945 deutscher Hoheit und der damit verbundenen ausgesprochen vielschichtigen Kulturlandschaft, in der eine fast unübersehbare Zahl an wertvollen Baudenkmälern aus mehr als acht Jahrhunderten zu finden ist.

    Ein repräsentativer Ausschnitt, gleichzeitig eine der schönsten Regionen des Landes, ist dabei das Hirschberger Tal, das zunächst durch seine landschaftlichen Höhepunkte besticht, die, im wahrsten Sinne des Wortes, in der Riesengebirgskette gipfeln. Schon seit dem späten 18. Jahrhundert war das Hirschberger Tal Ziel zahlreicher Künstler, darunter die vornehmlich in Görlitz wirkenden Grafiker Görlitzer Christoph Nathe und Johann Gottfried Schulz, der Maler Carl Christoph Reinhardt oder später Caspar David Friedrich und Adrian Ludwig Richter, die die „Imposante Landschaft“ darstellten. Deren Werke wurden zum Teil durch Massengrafiken überall in Deutschland vertrieben, so dass sich die Kunde von der landschaftlichen Schönheit der Region rasch verbreitete. Bald wurde das Tal auch Ziel von Dichtern, Schriftstellern und Kulturreisenden, deren klangvolle Namen wie Johann Wolfgang von Goethe, Theodor Körner, Alexander von Humboldt und Theodor Fontane, später dann natürlich auch Gerhart und Carl Hauptmann sich in die Geschichte des Tals eingeschrieben haben.Schon bald begann auch das preußische Königshaus, das Tal als Sommerfrische zu entdecken. Neben einer Vielzahl alter angestammter Adelssitze, insgesamt vierzig Burgen, Herrenhäuser und Schlösser, von denen die Residenz der Grafen von Schaffgotsch in Bad Warmbrunn/Cieplice die größte war, entstanden nun mit dem Kauf von Schloss Fischbach/Karpniki durch den Prinzen Wilhelm 1822, dem Schloss des verstorbenen Grafen Neidhardt von Gneisenau in Erdmannsdorf/Mysłakowice sowie dem 1838 für Prinzessin Luise erworbenen Schloss Schildau/Wojanów drei reich ausgestattete Sommersitze der Hohenzollern. Eingebettet in großartige Parkanlagen, zum Teil nach Entwürfen des preußischen Gartenbaudirektors Peter Joseph Lenné gestaltet, wurden sie unter Einfluss der besten preußischen Architekten wie Karl Friedrich Schinkel und Friedrich August Stüler umgebaut und erweitert. Schon bald eiferten die anderen Schlossherren, darunter die prinzliche Familie von Reuß in Stonsdorf/Staniszów und Neuhof/Nowy Dwór, die Grafen von Stolberg-Wernigerode auf Schloss Jannowitz/Janowice Wielkie, die Grafen Matuschka aus Arnsdorf/Miłków oder die Familie von Küster auf Gut Lomnitz/Łomnica der königlichen Familie nach, so dass das Tal, inzwischen bekannt als „Schlesisches Elysium“, zu einer der bemerkenswertesten Kunstlandschaften Ostmitteleuropas heranwuchs.

    Mit dem Ende des 2. Weltkriegs, der mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Schlesien einherging, endete auch die rund 800-jährige kulturelle Kontinuität des Landes. Polnische Neusiedler, die nur wenig Bewusstsein für das kulturelle Erbe des Landes hatten, bezogen nun einige Schlösser und Herrenhäuser, während die meisten für staatliche Aufgaben, wie Schulen, Kinderheime oder Verwaltungssitze der Staatsgüter genutzt, einige auch, wie beispielsweise das barocke Schloss Maiwaldau/Maciejowa, abgebrochen wurden. Immerhin blieb der überwiegende Teil der einst herrschaftlichen Häuser, wenn auch aufgrund fehlender Baupflege völlig verwahrlost, erhalten. Erst mit der politischen Wende in Ostmitteleuropa besann man sich auch auf die kulturellen, aber auch wirtschaftlichen und touristischen Werte dieser Schlösser- und Parklandschaft in Polen und begann mit Hilfe zahlreicher privater und kommunaler Initiativen, das gemeinsame kulturelle Erbe von Deutschen und Polen dem Dämmerschlaf zu entreißen.


    Der 2004 erstmals publizierte, mittlerweile bereits in fünfter erweiterter Ausgabe vorliegende kunsthistorische Führer „Das schlesische Elysium“ widmet sich jedem der vierzig Burgen, Schlösser und Herrenhäuser mit einer ausführlichen Beschreibung, einem Abriss seiner Geschichte sowie zahlreichen historischen und aktuellen Ansichten. Neben Hinweisen zur Lokalisierung und zur Besichtigung der Baudenkmäler enthält das Buch bebilderte Personenbiographien, ein Glossar der verwendeten Fachbegriffe sowie ein ausführliches Literaturverzeichnis. 

    Zur fünften Auflage:

    Seit der vorletzten, 2018 erschienenen Auflage hat sich die Schlösser- und Parklandschaft des Hirschberger Tales, im 19. Jahrhundert als das „Schlesisches Elysium“ gepriesen, beachtenswert weiterentwickelt. Neben den nun vollendeten Adelssitzen, den als Schlosshotels fertiggestellten Anlagen von Fischbach/Karpniki und Wernersdorf/Pakoszów entwickelt sich auch der Landschaftspark von Buchwald/Bukowiec, der zu den frühesten Anlagen nach englischem Vorbild in Schlesien zählt, hervorragend und lohnt unbedingt einen (erneuten) Besuch. Auch auf Schloss Lomnitz/Łomnica hat sich vieles getan – nach der Renovierung des Gutshofes („Dominium“) ist nun auch Bethaus aus Schönwaldau/Rząśnik, das vor einigen Jahren hierher transloziert wurde, fertig gestellt und bietet eine sehenswerte Multimedia-Ausstellung zu den für Schlesien so charakteristischen evangelisch-lutherischen Bethäusern.

    Neu hinzugekommen ist als weiteres Einzelobjekt das „Haus Wiesenstein“ in Agnetendorf/Jagniątków, das zwar nicht in die Kategorie der Adelssitze fällt, aber als Wohnsitz des „Dichterfürsten“ Gerhart Hauptmann eine Sonderstellung in der Kulturlandschaft des Hirschberger Tales einnimmt. So zählt es nicht nur zu den meistbesuchten Baudenkmälern der Region, sondern reflektiert zudem den Wunsch des gehobenen Bürgertums, es in Repräsentation und Außenwirkung den Schlössern des Adels gleichzutun.

    Zudem erweitert das neue Kapitel „Bedeutende Adelssitze der Umgebung“ den Horizont über das Hirschberger Tal hinaus auf eine kleine, aber repräsentative Auswahl erfolgreich vollendeter oder derzeit noch in Restaurierung begriffener Schlossanlagen, die als Indikator für die Aufbruchsstimmung der Nachwendezeit in Niederschlesien stehen.


    Arne Franke und Katrin Schulze: Das schlesische Elysium
    Burgen, Schlösser, Herrenhäuser und Parks im Hirschberger Tal
    Deutsches Kulturforum östliches Europa (5. erweiterte und überarbeitete Auflage/2021)
    307 Seiten
    zahlreiche farbige und schwarzweiße Ansichten, Grundrisse
    Format 15 x 19 cm
    Gebundene Ausgabe
    ISBN: 978-3-936168-90-7
    Preis: 19,80 €